Mittwoch, 2. Juni 2010

Biosphere von Warren Fahy


Dieses Buch habe ich aus dem Regal meiner Tochter gefischt und möchte es hier vorstellen


496 Seiten,
Taschenbuch
9,95 Euro
ISBN: 978-3-499-25242-6

erschienen im Rowohlt Verlag

Klappentext:

Der Luxusliner "Trident" befährt den Südpzifik, an Bord eine Filmcrew und Naturwissenschaftler.
Man ist dabei, die Reality-Show "Sea Life" zu filmen.
Plötzlich erreicht ein Hilferuf das Schiff.
Er kommt von einem nebelverhangenen Felseneiland.

Doch die Insel ist mitnichten harmlos. Flora und Fauna haben sich hier über Jahrtausende hinweg evolutionstechnisch optimiert.
Sie wissen sich gegen die Eindringlinge zu wehren.
Auf schreckliche Weise.
Nicht auszudenken, was geschieht, wenn eines dieser Lebewesen die Insel verläßt

Insgesamt geht es in diesem Buch um das Kennenlernen unbekannter Lebensformen und die ethische Diskussion um Lebenswert und Vernichtenswert.
Mehrere Forscher verschiedener Fakultäten, das Militär und nicht zuletzt Medienvertreter sehen sich mit Wesen konfontiert, die den Rahmen unserer Einordnungsgruppen sprengen und müssen sich im Verlauf des Romans entscheiden ob sie dieses Leben schützen wollen oder nicht, und welchen Preis man für die Entscheidung bezahlen möchte.


Dieses Buch empfand ich als sehr spannend.
Es läßt sich leicht und flüssig lesen und der Schreibstil ist plastisch.
Ich konnte mir problemlos und und den buntesten Farben, die, im Buch vorgestellten Lebewesen ausmalen.
Da im Buch auch ausreichend Zeichnungen dieser eigenwilligen Fauna vorhanden sind, war es wirklich ein leichtes zu verstehen was der Autor beschreiben möchte.
Die Hauptperson, Nell Duckworth, eine Botanikerin, ist sympathisch und durchaus als Identifikationsobjekt für die weibliche Leserschaft geeignet.
Man fiebert mit ihr und wünscht ihr die kühnsten Entdeckungen und als sie eine Entscheidung trifft die ethisch grenzwertig ist, kann man es nachvollziehen und sogar verzeihen.
Die männliche Hauptperson, Geoffrey Binswanger, ist ebenso sympathisch und auch seine Ansichten sind verständlich und gut nachvollziehbar.
Insgesamt versetzte mich dieses Buch ein paar Tage lang in eine unbekannte Welt, die mich zum Nachdenken anregte.
Bisweilen fand ich das Buch so spannend, das ich es kaum aus der Hand legen konnte.
Sehr schön wäre ein zweiter Band, ich würde ihn sofort lesen.
Als kurzes Fazit kann ich nur sagen: Crichton läßt grüßen und das kann ruhig öfter passieren

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