Samstag, 19. November 2016

Rezension "Ich bin der Zorn" von Ethan Cross




Taschenbuch
495 Seiten
ISBN: 978-3-404-17421-8
Ersterscheinung: 11.11.2016
Bastei Lübbe
10,90 Euro
 
Klappentext:
 
In einer Strafanstalt in Arizona ereignet sich ein blutiger Amoklauf. Scheinbar wahllos erschießt ein Gefängniswärter mehrere Menschen. Zu seinem Motiv schweigt er. Das ruft Bundesermittler Marcus Williams auf den Plan. Rasch findet er heraus, dass der Wärter von einem psychopathischen Killer erpresst wurde, der sich selbst Judas nennt. Um die Identität des Judaskillers aufzudecken, tut Marcus sich erneut mit seinem Bruder Francis Ackerman jr. zusammen, dem berüchtigtsten Serienkiller der Gegenwart:  Marcus ermittelt außerhalb der Gefängnismauern, Ackerman jr. undercover unter den Häftlingen. Was beide nicht ahnen: Der Judaskiller verfolgt weitaus größere Ziele als nur ein paar Morde …
 
(Quelle: Bastei Lübbe Verlag) 
 
Kurze Zusammenfassung:
In Arizona ist eine der modernsten und innovativsten Strafanstalten, die Foxbury Correctional Treatment Facility,  in Betrieb gegangen. Angeblich soll es das sicherste und gewaltfreieste Gefängnis überhaupt sein. Mit Hilfe modernster Technik und dem Motto " Jedem eine zweite Chance" sollen hier die zum Teil schlimmsten Verbrecher resozialisiert werden.
Doch schon kurz nach der Eröffnung werden die Sicherheitsbedingungen umgangen und ein furchtbarer Amoklauf findet statt. Von einem Aufseher durchgeführt und getötet wurden anscheinend gezielt die meisten Anführer größerer gefängnisinterner Gangs.
Eigentlich sollte der Aufseher dafür sorgen, dass auch er stirbt, doch dieses Vorhaben scheitert.
Durch der Prisanz der Situation und da der Direktor des Gefängnisses früher einmal Mitglied der Shepherd Organization war, wird diese nun auch auf den Plan gerufen.
Marcus Williams und seine Partnerin Maggie machen sich auf den Weg nach Arizona.
Doch nicht nur sie werden von der Shepherd Organization geschickt, sondern auch Marcus Bruder, der berüchtigte Serienkiller Francis Ackerman Junior wird als Gefangener in die Strafanstalt eingeschleust.
Während Francis die Lage im Gefängnis im Auge behält, wird Marcus von dem Judas Killer zu einigen perfiden Spielchen herausgefordert.
Nach und nach konzentrieren sich die Ressourcen mehr und mehr auf den Judas Killer, während die Vorgänge im Gefängnis etwas in den Hintergrund rücken, bis Marcus und Maggie erkennen, dass dies genau der Plan des Judas Killers ist.

Fazit:
Wieder einmal ein hochspannender Thriller rund um Marcus Williams und Francis Ackerman Junior.
Doch dieses mal stehen, für mich,  nicht unbedingt die fürchterlichen Morde im Vordergrund sondern vielmehr die Perönlichkeitsentwicklung von Francis Ackerman jr..
Man kommt ihm näher und taucht mehr in seine Gedanken- und Gefühlswelt ein. 
Gut, in den vorangegangenen Romanen bekam man auch so einiges aus Francis Gedankenwelt mit, doch dort meist nur die kranke und destruktive Seite.
Hier erwischt man mehr und mehr klare und soziozentrische Gedanken von Francis und seine Entwicklung ist derart, dass er mir zwischendrin fast sympathisch wurde.
Der Fall an sich ist natürlich spannend und vertrackt, bis weit in das Buch hinein hatte ich nicht die leiseste Ahnung wer von den vorgestellten Personen Judas sein könnte, aber die Darstellung von Francis Ackerman Junior schaffte es doch immer wieder den Fall in die zweite Reihe zu verweisen und Francis in den Vordergrund zu stellen.
Als Resümee habe ich fast das Gefühl, dass ich hier mehr an Francis gebunden wurde und dieser Thriller vielleicht nur das Vorspiel zu einem nächsten Band sein könnte.
Auch vielleicht, weil mir so manches Detail nicht ganz stimmig erschien und die Rollen der einen oder anderen Person nicht ganz ausgearbeitet waren. Dadurch bekam ich den Eindruck, dass ich doch sehr auf Francis konzentriert wurde.
Insgesamt ist dies ein sehr spannender Thriller in dem man wirklich einzigartige Protagonisten in einem komplexen Zusammenspiel erleben kann.
Wer es spannend mag und auch "etwas blutiger" abkann hat hier bestimmt vergnügliche Lesestunden.
 
 

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