Sonntag, 1. Januar 2017

Rezension "Böser Samstag" von Nicci French




  • Frieda Klein Bd.6
  • C. Bertelsmann Verlag
  •  477 Seiten
  • 2016
  • ISBN-13: 9783570102282
  • 14,99 Euro

Klappentext:
Frieda Klein kann nach den Aufregungen der Vergangenheit endlich aufatmen, glaubt sie, und sich Patienten, Freunden und Hobbys zuwenden. Doch schon bald holt eine offene Schuld sie ein - und wider Willen wird sie in den Fall Hannah Docherty verwickelt. Diese soll im Mai 2001 ihre Familie ermordet haben. Seitdem fristet sie ihr Leben, Medikamenten und Misshandlungen ausgesetzt, in einer psychiatrischen Klinik. Schon bald ist Frieda von Hannahs Unschuld überzeugt und setzt alles daran, den Fall neu aufzurollen ... Doch sie hat noch andere Sorgen - Dean Reeve, ihr Feind, aber gleichzeitig auch obskurer Beschützer, ist anscheinend wieder aufgetaucht. Ein packender Thriller um die langen Schatten der Vergangenheit.
( Quelle: C. Bertelsmann Verlag )

Zusammenfassung:
Nachdem die letzten Jahre und die Zusammenarbeit mit der Polizei sehr aufwühlend waren, möchte Frieda Klein nun endlich etwas zur Ruhe kommen, mehr Zeit in ihre Praxis und Patienten investieren und auch ihre Hobbys wieder aufleben lassen.
Sie möchte einfach nicht mehr mit der Polizei zusammenarbeiten und mehr Ausgeglichenheit gewinnen.
Doch dieses Vorhaben ist nicht von langer Dauer. Im Rahmen ihres letzten Falles ist sie noch einen Gefallen schuldig und der wird jetzt eingefordert.
Frieda soll Hannah Docherty begutachten. Hannah sitzt seit vielen Jahren in der geschlossenen Psychatrie, sie hat auf grausame Weise ihre ganze Familie ausgelöscht und Frieda nimmt die Begutachtung eher widerwillig an.
Doch je mehr sie sich mit Hannah beschäftig, desto weniger ist sich Frieda Klein sicher hier die Täterin vor sich zu haben.Hannah selbst ist hochtraumatisiert, misshandelt und in ihre eigene Welt abgetaucht, allem Anschein nach so gestört, dass sie, laut Ärzten auf jeden Fall die Täterin ist.
Frieda entwickelt aber nach und nach ein anderes Bild von Hannah ..... und scheint damit in ein Wespennest zu stechen.

Fazit:
Eigentlich mag ich englische Krimis nicht so gerne, aber nachdem ich so viel Gutes über Nicci French gelesen habe, wollte ich mich auch mal in eines ihrer Bücher vertiefen.
Trotzdem konnte ich meine Einstellung nicht so ganz abschütteln und bin ein bißchen skeptisch an das Buch heran gegangen.
Tja ... und so kann man sich täuschen und so schnell wandelt sich Skepsis und totale Begeisterung.
Ich fand den Krimi toll.
Spannend, eingängig, modern und stimmig. Hier passte alles, von der Figurenbeschreibung bis hin zu den verschiedenen Locations in London.
Frieda Klein finde ich ungeheuer sympathisch und kann sie gut nachvollziehen, sie bleibt nicht lange fremd, nein man lernt sie und ihre Umgebung sehr schnell kennen.
Ich mochte sie auch kennen lernen :)
Auch die anderen Figuren sind gut ausgearbeitet und in sich stimmig. Neben Frieda fasziniert mich am meisten der unbekannte "Beschützer". Ist er Freund oder Feind? Da dieser Band der Erste ist, den ich gelesen habe, muss ich vielleicht doch noch die anderen Bände lesen, um Dean Reeve etwas besser zu verstehen.
Das Buch ist in sich geschlossen und die Bezüge zu Vorgängerbänden stören den Lesefluss überhaupt nicht. Von daher ist dieses Buch sehr gut zu lesen, auch wenn man die ersten fünf Bände nicht kennt.
Allerdings werden die fünf Bände nicht lange ungelesen bleiben, denn "Böser Samstag" hat mich derart begeistert und in den Bann gezogen, dass ich die anderen Bücher auch unbedingt lesen muss.
Besonders gut haben mir die Beschreibungen Londons gefallen. Da ich öfter mal in London bin, habe ich auch einiges wieder erkannt und hier stimmte alles. Die Stimmung, die Ortsbeschreibung und auch das Wetter ;).
Wer London liebt und beim Lesen ein kleines bißchen Londonfeeling haben möchte ist hier wirklich gut versorgt .... ich war es auf jeden Fall.
Mich hat Frieda Klein und "Böser Samstag" gefesselt und begeistert und ich konnte es kaum aus der Hand legen.



Vielen Dank an den C. Bertelsmann Verlag für dieses Rezensionsexemplar

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen