Sonntag, 9. April 2017

Rezension " Die Dunkelmagierin" von Arthur Philipp


  • Blanvalet Verlag
  • Taschenbuch
  • 571 Seiten
  • 2017
  • ISBN: 9783734160790
  • 14,99 Euro 

Klappentext:

Eine junge Magierin, ein uralter düsterer Orden, eine fast vergessene Prophezeiung

Fejas Talent für die Magie ist groß, doch noch kann die junge Frau es nicht nutzen. Als sie sich entschließt, der Schule der grauen Magier beizutreten, wird sie rasch zum Spielball der Intrigen der Mächtigen. Denn einst waren die grauen Magier gefürchtet, und es gibt Kräfte im Orden, die diesen um jeden Preis wieder zur alten Macht zurückführen wollen. Feja muss rasch lernen, ihre Magie zu nutzen, oder sie wird zwischen den Fronten zerquetscht werden. Doch niemand im Orden ahnt, dass eine dritte Partei Vorbereitungen trifft, um die tausend Jahre alte Ordnung zu zerschlagen - und Feja soll ihr Werkzeug sein ...
( Quelle: Blanvalet Verlag )

Zusammenfassung:
Feja hat eigentlich keine besonderen Fähigkeiten, meint sie selbst über sich und eines Tages macht sie sich auf die Suche nach ihrem verschollenen Vater.
Auf ihrer Suche begegnet sie recht schnell einem Graumagier, der erkennt, dass Feja mehr ist als ein normales Mädchen.
So nimmt er sie mit auf die Graufeste um ihr magisches Potential zu wecken und sie in die Magie einzuführen.
Doch statt langsam und in Ruhe zur Magierin zu reifen gerät sie in einen Strudel aus Intrigen und Machtkämpfen.
So gleitet die Suche nach dem Vater in den Hintergrund, denn zuerst muss Feja ihren Platz als Magierin behaupten und und sich inmitten eines heftigen Machtgerangels der verschiedenen Orden für die richtige Seite entscheiden.

Fazit:
Um mein Fazit etwas begreifbarer zu machen, erzahle ich mal ein bißchen aus dem "Nähkästchen".
Eigentlich lese ich kein Fantasy. Früher habe ich es wirklich gerne gelesen, gerade den Darkover Zyklus von Zimmer-Bradley habe ich geliebt. Dann, irgendwann, wurde mir Fantasy etwas zu blutig oder zu sehr auf mystische Wesen wie Vampire und Werwölfe fixiert. Da ich weder Vampire noch Werwölfe leiden kann und epische Schlachte auch ziemlich doof finde, habe ich das Genre "Fantasy" so ganz von der Leseliste gestrichen.
Das Buch hier, hatte ich aber empfohlen bekommen und ich hatte auch das Gefühl, dass gerade eine gute Zeit für Fantasy auf meinem Nachttisch ist.
Gut, so viel zu meinen Vorlieben, nun zu meinen persönlichen Präferenzen ;)
Neben Vielleserin bin ich auch stellvertretende Betriebsratsvorsitzende eines großen mittelständischen Unternehmens, und habe so immer wieder mit hunderten von Kollegen zu tun, deren Namen ich spontan gut auf dem Schirm haben sollte. Zudem haben die vielen Kollegen ebensoviele Einsatzorte, die ich mir auch gut merken sollte, damit ich bei Problemen gleich die richtige Verknüpfung habe und innerhalb dieser Einsatzorte ( Schulen ) gibt es auch noch viele Menschen, die den Arbeitstag der Kollegen kreuzen und beeinflussen und auch diese müssen in meinem Gedächtnis Platz finden.
Also macht mir der Umgang mit einer Vielzahl von Namen und Menschen keine Probleme, ich bin ja sozusagen im Training. ;)
Aber in diesem Buch hatte ich wirklich Probleme mit Namen und Personen. Man, da war wirklich viel los ;) . Es gibt zwar in der Buchklappe eine Legende, in der ich immer wieder nachschauen konnte, aber irgendwann kam ich trotz Legende an meine Grenze. Vielleicht, weil viele Personen Namen hatte, die mir fremd waren  oder auch weil viele Charaktere recht flach blieben, auf jeden Fall habe ich mich zwischendrinne immer wieder zwischen den Personen verirrt.
Das fand ich recht schade, denn eigentlich fand ich die beschriebene Welt total interessant. Düster zwar und von alten Kriegen geprägt, aber total komplex und stimmig.
Das fand ich schon eine Leistung, denn die Welt ist wirklich komplex und solch eine Vernetzung in sich stimmig zu bekommen ist schon beachtlich.
Immer mal wieder fand ich die Geschichte auch nicht so spannend, jetzt, hinterher denke ich, vielleicht hat mir in einigen Personen die Tiefe gefehlt oder das überhaupt etwas sensationelles passiert.
Aber da ich mich vorher nur ungern spoilern lasse, habe ich mich erst hinterher mit dem Backround des Buches befasst und dabei festgestellt, dass es ein Mehrteiler werden soll.
Da wurde mir auch klar, dass dieser Band die Einführung ist.
Man lernt alle erst einmal kennen, findet sich in der Welt zurecht und dann kann es losgehen :)
Ich glaube, mit einer derart intensiven Einführung, darf ich im nächsten Band viel mehr Action erwarten und da ich mich dann ja schon auskenne, wird es auch nicht so mühselig sein, die verschiedenen Personen im Kopf zu behalten.
Insgesamt hat mir Feja als Person gut gefallen, sie hatte oft eine ruhige und doch leicht ironische Art, an der man merkte, dass sie die Vorgänge sehr gut durchschaut sie aber mit einer gewissen Gelassenheit annimmt. Sie ist klug und weiß genau wann sie sich zurückhalten muss. Das mochte ich sehr an ihr.
Es gab auch andere Personen, die ich gerne mochte und wenn die etwas ausgearbeiteter im nächsten Band auftauchen, wird die Geschichte bestimmt auch mehr Tempo bekommen.
Eigentlich hat mir das Buch gut gefallen, ich konnte es auch wirklich gut und schnell lesen und es hat mir nun auch wieder Lust auf Fantasy gemacht.
Auf jeden Fall freue ich mich auf den nächsten Band.


Vielen Dank an den blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar

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