Dienstag, 4. Juli 2017

Rezension "Der Hirte " von Ingar Johnsrud



  • Fredrik Beier Band 1
  • Taschenbuch
  • Blanvalet Verlag
  • 512 Seiten
  • 2017
  • ISBN: 9783764505875
  • 14,99 Euro

Klappentext:
Die Kinder von "Gottes Licht"... bis in den Tod!
Die Tochter der einflussreichen Politikerin Kari Lise Wetre wird vermisst – ein Routinefall für Hauptkommissar Fredrik Beier. Doch kurz darauf wird Beier nach Solro beordert, einem alten Hof vor den Toren Oslos. Fünf Männer wurden auf dem Sitz der christlichen Sekte »Gottes Licht« grausam abgeschlachtet. Das Gelände des Hofs ist ausgestattet wie ein Hochsicherheitstrakt, und im Keller des Gebäudes stoßen die Ermittler auf ein Labor, das auf monströse Experimente hinweist. Von den restlichen Mitgliedern der Sekte fehlt jede Spur, unter ihnen die vermisste Annette Wetre ...
( Quelle: blanvalet Verlag )

Zusammenfassung:
Fredrik Beier hat mit den ganz großen Fällen eigentlich nichts mehr zu tun und die Sonderkommission in der er nun ist, ist mehr oder weniger ein Abstellgleis. Fredrik ist missmutig, müde und einsam und seine besten Ermittlerzeiten sind wohl vorbei.
Als er zu Kari Lise Wetre geschickt wird, um Informationen bezüglich ihrer verschwundenen Tochter Annette Wetre zu bekommen erledigt er dies nicht unbedingt mit Begeisterung.
Annette lebt auf Solro, einem Hof und Sektensitz.
Doch von dort gibt es seit Wochen kein Lebenszeichen mehr von Annette.
Also nimmt Beier auch einen Besuch von Solro in Angriff, doch statt langweilige Sektenmitglieder zu befragen steht er auf einmal inmitten von 5 Leichen. Auf Solro fanden richtiggehend Hinrichtungen statt und alle anderen Bewohner sind spurlos verschwunden.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf islamistische Terroristen, doch ganz so eindeutig scheint der Fall nicht zu sein ....

Fazit:
Ein wunderbar gelungenes nordisches Thrillerdebüt.
Der Thriller hat von der ersten Seite an die typisch nordische Atmosphäre. Angefangen beim missmutigen Ermittler mit reichlich sozialen Ausfällen bis hin zu den vielen verschiedenen Handlungssträngen die sich nach und nach dicht verweben..... alles so nordisch, wie ich es mir von einem skandinavischen Krimi wünsche.
Die Handlungsstränge bewegen sich in verschiedenen Ländern und Zeiten, bis zurück in den Nationalsozialismus und in dem Thriller offenbart sich nach und nach, dass das was vordergründig als Tatsache erscheint nicht immer die Wahrheit sein muss.
Johnsrud führt den Leser hierhin und dorthin und auch Fredrik Beier stapft auf diesen Fährten durch das Geschehen, und beide, der Leser und Beier müssen sich konzentrieren und Verknüpfungen schaffen um die losen Enden der Handlungsstränge nicht zu verlieren.
Leichte Unterhaltung ist der Thriller nicht, man muss aufmerksam lesen, den Faden behalten und Zusammenhänge herstellen und dann wird der Thriller total spannend und packt einen.
Ich mag auch gar nicht arg so viel ins Detail gehen, denn hier wird schnell gespoilert, die Geschichte baut sich nach und nach auf und etwas vorweg nehmen wäre hier wirklich schade.
Gelegentlich gab es hier und da mal eine erzählerische Länge, aber das kommt bei den meisten Debüts vor. 
Es ist auf jeden Fall ein supergelungener Einstieg in eine neue Reihe mit einem typisch skandinavischen Ermittler.

Vielen Dank an den blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar

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