Samstag, 14. August 2010

Rezension: Headhunter von Jo Nesbø


ca. 256 Seiten
€ 14,95
Ullstein Verlag
ISBN: 9783548280455

Klappentext:
Roger Brown genießt als Headhunter in Wirtschaftskreisen einen exzellenten Ruf.
Was niemand weiß: Er raubt seine Klienten aus, bringt sie um ihre Kunstwerke.

Auf einer Vernissage lernt Brown den Holländer Clas Greve kennen.
Greve scheint ihm die perfekte Besetzung als Geschäftsführer eines GPSUnternehmens.
Die Männer kommen ins Geschäft, und so erfährt Brown, dass Greve einen lange verloren geglaubten Rubens besitzt.
Am nächsten Tag stiehlt Brown das wertvolle Gemälde.
Doch Greve erweist sich als hartnäckiger Gegner.
Eine gnadenlose Verfolgungsjagd beginnt.
(Quelle: Verlag)

Roger Brown ist Headhunter der oberen Liga.
Er verdient gut, doch leider nicht gut genug.
Seine Frau Diana hat eine Galerie, die finanziert werden muß und das Haus wurde vielleicht eine Nummer zu groß gekauft.
Aber das ist für Roger nicht wirklich ein Problem.
Da er als Headhunter von Führungskräften, Kontakt zu vermögenden Menschen hat, ist es auch ein leichtes für ihn, heraus zu finden, welche Gemälde seine Kunden besitzen.
Kurz nachdem die die Information bekommen hat, stiehlt er nach einem ausgeklügelten Plan und mit einem sorgfältig gesponnenen Netzwerk das Gemälde.
So finanziert Brown seinen Lebensstil und wähnt sich recht sicher.
Bis er Clas Greve begegnet.
Greve besitzt einen verschollen geglaubten Rubens und Roger stiehlt ihn.
Doch auf dieser Diebestour beginnt seine Welt unter zu gehen und er wird in einen Strudel voller Ereignisse gezogen, dessen Sog er sich nicht entziehen kann.
Roger Browns Leben wird auf den Kopf gestellt.

Fazit:
Dieses Buch hat Spaß gemacht.
Neben einer tollen Spannung birgt es auch eine gehörige Portion rabenschwarzen Humor und ich mußte doch des öfteren laut auflachen.
Manche Seiten las ich mit einem Dauerkopfschütteln und einem breiten Grinsen.
Diese Kombination aus Spannung und Situationskomik ist genial.
Die Wendungen im Roman sind zum Teil so verblüffend, das es zur reinen Freude wurde, die Seite umzublättern.
Die Dinge die Roger Brown tut, um seiner Situation zu entkommen, sind teiweise so naheliegend und pragmatisch, das ich selber wohl als letztes auf diese Lösung gekommen wäre, aber gerade dadurch bekommt das Buch seinen bisweilen bösen Humor.
Bisher kannte ich von Jo Nesbø nur die Harry Hole Romane und Roger Brown hat mich einfach nur begeistert.
Man kann diesen Krimi nicht mit Harry Hole Krimis vergleichen, dazu sind sie einfach zu verschieden, aber in keiner Weise schlechter oder weniger lesenswert.
Im Gegenteil: wer eine direkte Sprache und unverblümte Darstellung mag ist hier äußerst gut bedient