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Samstag, 14. Juni 2025

"Die Sommergäste" von Tess Gerritsen

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  • Der Martini-Club 2
  • Limes Verlag
  • gebundenes Buch
  • Seitenzahl: 416
  • Erscheinungstermin: 28. Mai 2025
  • ISBN: 9783809027805
  • 24,00 Euro



Klappentext:
Jahr für Jahr kommen die Sommergäste nach Purity und beziehen die imposanten Ferienhäuser am Maiden Pond - misstrauisch beäugt von den Anwohnern, die den reichen Großstädtern nicht über den Weg trauen. Als eines Tages ein Mädchen aus einer der Urlauberfamilien verschwindet und kurz darauf menschliche Überreste aus dem See geborgen werden, spitzen sich die Ereignisse in der Kleinstadt zu. Die Polizei ermittelt erfolglos - bis Maggie Bird und der »Martini-Club« ihre Expertise zur Verfügung stellen. Der Club mag zwar aus Spionen im Ruhestand bestehen - doch das Ermitteln verlernt man nie ...
(Quelle: Limes Verlag)


Was passiert:
Im Leben der Freunde des Martini-Clubs Maggie, Declan, Ben, Ingrid und Lloyd ist nach den vergangenen Ereignissen aus dem ersten Band, wieder Ruhe eingekehrt.
Auch für Jo Thibodeau, der kommissarischen Polizeichefin von Purity, ist es momentan noch recht ruhig. Einzig die übliche Verdächtigen machen ab und zu Ärger, doch noch kann sie die Ruhe bis zur Ankunft der Sommergäste genießen.
Das ändert sich schlagartig als die vierzehnjährige Zoe verschwindet. Zuletzt wurde sie am Ufer des Maiden Pont gesehen. Ausgerechnet der Großvater von Callie, dem Entführungsopfer aus Band 1, setzte Zoe am Seeufer ab.
Susan Conover, Zoes Mutter, ist schier verzweifelt. Die restliche Familie Conover seltsam unberührt. Sogar Ethan Conover, ihr Mann und Zoes Adoptivvater scheint mit seinen Gedanken mehr bei seinem Buchprojekt zu sein, als bei Zoe.
Da der Martini Club gerade nichts besseres zu tun hat, bieten die Freunde Jo ihre Hilfe an.
Eigentlich hat Jo wenig Interesse an der Hilfe der Senioren, aber als für Maggie die Geschichte persönlich wird, nehmen die Ermittlungen des Martini-Clubs Fahrt auf ...


Fazit:
Als ich die ersten Seiten, nach dem Prolog las, fragte mich meine Tochter, ob ich ein schönes Buch lese, ich würde so lächeln.
Diese Feststellung traf es genau. "Die Sommergäste" ist zwar ein Krimi/Thriller, aber trotzdem macht es richtig Spaß zu lesen und die Beschreibungen des Martini-Clubs zaubern mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht.
Die Bücher um den Martini-Club sind ein gekonnter Mix aus Spannung und Entspannung. Spannung durch die Fälle, die es zu lösen gilt und Entspannung durch die herrliche Atmosphäre in Maine und die humorvolle Darstellung der Spione im Ruhestand.
Auch wenn Maggie, Declan, Ben, Ingrid und Lloyd ihre Karrieren als Agenten längst an den Nagel gehängt haben und unentdeckt in Purity leben, ihren Hang Geheimnisse aufzudecken können sie nicht hinter sich lassen.
In "Die Sommergäste" müssen die ehemaligen Spione weit in die Vergangenheit gehen um den Fall von Heute zu lösen und hierbei treten sehr unschöne Geschichten einiger sonst so makelloser Personen zutage.
Eine eiserne Matriarchin, ein skrupelloser Sohn, ein schwacher Sohn, eine verzweifelte Mutter und ein Nachbar voller Geheimnisse machen es Maggie wahrlich nicht leicht Zoe zu finden.
Aber das ist auch gut so, denn sonst hätte ich nicht 416 Seiten voller richtig guter Unterhaltung bekommen.
Mir gefällt die Reihe sehr, sehr gut und "Die Sommergäste" hat meine Erwartung an die Fortsetzung der Reihe sogar übertroffen.


Vielen Dank an den Limes Verlag für dieses Rezensionsexemplar

Freitag, 6. Dezember 2024

"Deadly Game. Die Abrechnung" von Michael Caine


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  • Limes Verlag
  • Gebundenes Buch
  • Seitenzahl: 352
  • Erscheinungstermin: 13. November 2024
  • ISBN-13: 9783809027867
  • 24,00 Euro

Klappentext:
Auf einer Müllkippe in Ostlondon wird eine Metallkiste mit radioaktivem Material gefunden. Aber die sofort herbeigerufene Polizei kommt zu spät: Bevor die Beamten eintreffen, wird die Kiste bei einem brutalen Überfall geraubt. Neben den Geheimdiensten ermitteln auch DCI Harry Taylor und sein Team. Sie sind bekannt für ihr unorthodoxes Vorgehen - aber auch für ihre Erfolge. Bald kristallisieren sich während der Untersuchung zwei Verdächtige heraus: Beide werden des Waffenhandels im großen Stil verdächtigt, und eine Atombombe auf britischem Boden wäre sowohl für den einen als auch für den anderen ein überragender Coup. Für Taylor und sein Team beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit ...
(Quelle: Limes Verlag)


Was passiert:
DCI Harry Taylor kommt gerade von einem nächtlichen Einsatz gegen Waffenhändler als er zu einer Londoner Müllkippe gerufen wird. Zwei Beschäftigte dort haben morgens eine verschlossene Kiste mit seltsamen Zeichen gefunden. Bevor jedoch die herbeigerufene Polizei die Kiste sicherstellen kann, werden die beiden niedergeschlagen und der ominöse Fund gestohlen.
Recht schnell sind sich Experten einig, die Kiste beinhaltete Uran für eine schmutzige Bombe in der Größenordnung der Hiroshima-Bombe.
Taylor glaubt, dass es eine Verbindung zwischen den Waffenschiebern und der Kiste gibt und macht sich zusammen mit seiner Kollegin Iris auf die Suche nach den Hintermännern.
Diese sind ihm aber immer einen Schritt voraus ...


Fazit:
Herrlich. 
Herrlich oldschool, herrlich amüsant, herrlich spannend.
Eigentlich wollte ich das Buch nur wegen des bekannten Namens von Michael Caine lesen und hatte nicht viele Erwartungen, aber beim Lesen merkte ich, dass Michael Caine in seiner Schauspielerkarriere viel gelernt hat. Das Durchackern von unzähligen Drehbüchern ist wohl nicht spurlos an ihm vorbeigegangen, neben seinen Rollen hat er eventuell auch dabei gelernt was einen richtig guten Krimi ausmacht. ;)
Und "Deadly Game" ist ein richtig guter Krimi. Auf dem Cover steht zwar "Thriller" aber für mich war es eher ein guter englischer Krimi.
Caine beschreibt seine Figuren sehr plastisch und der typische englische Humor kommt auch nicht zu kurz.
Insgesamt wirkt der Krimi ein bißchen aus der Zeit gefallen, er ist weder besonders brutal, noch sind ausgefeilte Tötungstechniken oder besonders fiese Serienkiller darin zu finden, so wie es heute modern ist. Aber genau das macht den Charme des Buches aus. Ein guter englischer Krimi der von der ersten bis zur letzten Seite richtig gut unterhält eben.
Ich mag Michael Caine nun nicht nur als Schauspieler sondern auch als Schriftsteller.


Vielen Dank an den Limes Verlag für dieses Rezensionsexemplar

Mittwoch, 20. Dezember 2023

"Spy Coast - Die Spionin" von Tess Gerristen

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  • Martini Club Bd. 1
  • Limes Verlag
  • Gebundenes Buch
  • Seitenzahl: 459
  • Erscheinungstermin: 15. November 2023
  • ISBN: 9783809027782
  • 24,00 Euro

Klappentext:
Über Maggie Bird kann man einiges erzählen: Sie züchtet Hühner, ist eine zuvorkommende Nachbarin und lebt ein ruhiges Leben im idyllischen Purity in Maine. Die scheinbar durchschnittliche Sechzigjährige besucht regelmäßig einen Buchclub, wo sie mit ihren ebenfalls pensionierten Freunden Martinis trinkt - gerührt, nicht geschüttelt. Sie kann hervorragend mit einem Gewehr umgehen. Und sie spricht nie über ihre Vergangenheit.
Als eines Tages eine tote Frau in ihrer Auffahrt liegt, ist Maggie sofort klar: Dies ist eine Nachricht aus der »guten alten Zeit«. Vor sechzehn Jahren arbeitete sie für die CIA, und nun scheint die Vergangenheit sie eingeholt zu haben. Zusammen mit ihren Freunden aus dem Buchclub - alles ehemalige Spione wie sie - nimmt Maggie die Ermittlungen auf, denn sie alle wissen: Für die lokale Polizei ist dieser Fall eine Nummer zu groß ...
(Quelle: Limes Verlag)


Was passiert:
Maggie Bird lebt nun seit zwei Jahren in Purity. Sie hat sich dort eine Farm gekauft, züchtet Hühner, verkauft deren Eier, ist Mitglied in einem Buchclub und eine zuverlässige und beliebte Nachbarin.
Eines Tages bekommt sie überraschend Besuch von einer Fremden. Diese Fremde weiß erschreckend viel über Maggie und noch erschreckender ist, dass die Fremde einige Stunden später ermordet und mit Folterspuren vor ihrem Haus abgelegt wird.
Jetzt ist klar, Maggie wird von ihrer Vergangenheit eingeholt und im ersten Impuls schnappt sie sich ihre Fluchttasche.
Doch Maggie hat gar keine Lust das beschauliche Purity zu verlassen ....


Fazit:
Unterhaltsam, amüsant, spannend, mir hat das Buch so richtig Spaß gemacht.
Maggie ist Spionin im Ruhestand und hat sich mit einigen Kollegen in Purity niedergelassen. Diese Kollegen waren nicht unbedingt direkte Kollegen, man hat sich eher den Arbeitgeber geteilt aber nicht das Arbeitsfeld.
So sind sich die Mitglieder des Martini Clubs einerseits sehr Nahe aber doch fremd.
In Purity weiß sonst keiner Bescheid über Maggies Vergangenheit, auch nicht die forsche Polizistin Jo. Diese ahnt aber, dass Maggie nicht nur die harmlose mittelalte Farmerin ist, für die sie sich ausgibt.
Mir hat Maggies Art zu denken und Dinge gedanklich zu kommentieren unheimlich gut gefallen Sie hat viel Humor, bisweilen einen sehr bissigen Humor, trotzdem hat sie ein großes Herz, was man am Umgang mit der Enkelin ihres Nachbars beobachten kann.
Maggie ist also mehr als eine unscheinbare Rentnerin ;)
Am besten hat mir gefallen, dass ich den "alten" Esprit bei Tess Gerristen wieder gespürt habe. Diesen Esprit, den ich in vielen Bänden der Reihe um Rizoli und Isles gesehen habe, der aber leider im Laufe der Zeit für mich nicht mehr erkennbar war.
Hier ist er wieder und ich habe das Gefühl, Tess Gerritsen mag ihre Heldin.
Ich mag sie übrigens auch :D
Auf jeden Fall bin ich schon mit dem Auftaktband der Reihe ein riesengroßer Fan des Martini Clubs und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

Vielen Dank an den Limes Verlag für dieses Rezensionsexemplar

Freitag, 26. August 2022

"Die Tote im Sturm" von Kristina Ohlsson


 


  • August Strindberg 1
  • Limes Verlag
  • Broschiertes Buch
  • Seitenzahl: 540
  • Erscheinungstermin: 10. August 2022
  • ISBN: 9783809027539
  • 16,00 Euro


Klappentext:
Ein Sturm nähert sich dem verschlafenen Ort Hovenäset. In der Nacht, als das Unwetter über der idyllischen schwedischen Westküste niedergeht, passieren zwei Dinge: Die Lehrerin Agnes verschwindet spurlos, und ein neuer Bewohner taucht in Hovenäset auf. Der Stockholmer August Strindberg hat das lokale Bestattungsunternehmen gekauft - samt Leichenwagen -, um einen Secondhand-Laden zu eröffnen. Während August sein neues Fahrzeug gelb lackiert, um sein schauriges Domizil angenehmer zu gestalten, wird ihm klar, dass sein Haus im Zentrum um Agnes' Verschwinden steht. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
(Quelle: Limes Verlag)


Inhalt:
August Strindberg hat so ziemlich alle nahe stehenden Personen verloren, seine Beziehung ist gescheitert und beide Eltern sind tot.
Er braucht eine neue Umgebung und will sein altes Leben hinter sich lassen.
August zieht nach Hovenäset an der schwedischen Westküste.
Kaum angekommen spielt sich in dem beschaulichen Ort ein Drama ab, die Lehrerin Agnes verschwindet spurlos.
Strindberg ist zwar neu und unbekannt im Ort, doch er spürt schnell, dass er oder etwas um ihm herum in Verbindung zu Agnes Verschwinden steht.
August versucht nun selbst die Fäden zu verknüpfen und das Geheimnis um Agnes zu lüften ...

Fazit:
Dies ist mein erster Krimi von Kristina Ohlsson und ich habe bisher eigentlich nur begeisterte Leser:Innen um mich herum.
Deswegen war ich besonders neugierig auf ein Buch von Kristina Ohlsson.
Und was soll ich sagen? Ich zähle jetzt auch zu den begeisterten Leser:Innen :)
Okay, die Story ist jetzt nicht so spannend, besondere Action und Blutbäder findet man auch nicht, aber es war einfach schön diesen schwedischen Krimi zu lesen.
Die Art hat mich etwas an "Mord im Mittsommer" oder die Fjällbacka-Krimis erinnert: ein beschaulicher Ort, in dem man gerne Urlaub machen würde, nette Menschen mit kleinen Geheimnissen, ein Ermittler-Duo das man sich auch sehr gut als Paar vorstellen kann und Abgründe, die auch für zartere Gemüter gut auszuhalten sind.
Wer gerne ruhige und wenig brutale Krimis liest ist hier sehr gut bedient.
Mich hat besonders die Beschreibung der Umgebung interessiert, denn ich war gerade einige Wochen auf der skandinavischen Halbinsel unterwegs, darunter auch im Bereich zwischen Oslo und Göteborg und genau dort spielt ja der Krimi.
Ich glaube ich habe beim Lesen meine Umgebung mit meinem sehnsüchtigen Seufzen genervt, denn die Landschaft und der Ort waren so gut beschrieben, dass ich immer wieder in meine eigenen Erlebnisse in dieser Region zurück versetzt wurde.
Damit eignet sich die Geschichte auch sehr gut zum wachrütteln von Urlaubserinnerungen ;)
Ich mag das Buch und freue mich auf eine Fortsetzung des (knisternden) Duos August und Kommissarin Maria.




Freitag, 31. Dezember 2021

"Die Bosheit" von Mattias Edvardsson


 


  • Limes Verlag
  • Broschiertes Buch
  • Seitenzahl: 444
  • Erscheinungstermin: 9. November 2021
  • ISBN: 9783809027225
  • 16,00 Euro

Klappentext:
Mikael ist mit seiner Familie in ein kleines Nest in Südschweden gezogen, wo er einen Neuanfang wagen will. Die Nachbarn sind ausgesprochen reizend, doch die heile Vorstadtidylle trügt: Jeder verbirgt dunkle Geheimnisse, heimliche Sehnsüchte und sogar kriminelle Schandtaten. Dann ereignet sich ein schrecklicher Unfall. Mikaels Frau wird von einem Auto angefahren und ringt mit dem Tod. Sein Verdacht erhärtet sich: Es war kein Unglück, sondern eine vorsätzliche Tat. Doch welcher Nachbar will Mikaels Frau tot sehen - und welches Geheimnis hütet er selbst?
(Quelle: Limes Verlag)


Inhalt:
Mikael wohnte mit seiner Frau und den Kindern in Stockholm, doch jetzt will die Familie in Schonen ein Leben mit Kleinstadtidyll und Natur vor der Haustür führen.
Sie kaufen ein Haus in einer kleinen Siedlung am Rande von Köpinge und leben nun mit einer eingeschworenen Nachbarschaft in einer Art Bullerbü-Land.
Man feiert zusammen, man hilft sich und kreuzt gerne unangekündigt zum Schwätzchen auf.
Die Familie startet gut in ihr neues Leben, Mikael hat sofort einen Job als Sportlehrer an der örtlichen (ebenfalls sehr eingeschworenen) Schule und seine Frau Bianca fühlt sich in dem beschaulichen Landleben wohl.
Auch die Nachbarn sind herzlich und nehmen die Familie mit offenen Armen auf.
Doch nach und nach stellen sie fest, dass die Nachbarn doch nicht so reizend sind und das falsche Fragen sowie falsche Antworten harte Konsequenzen haben können ...

Fazit:
Das Buch startet als idyllische Beschreibung einer kleinen Familie in einem kleinen Ort, dort in einer noch kleineren Siedlung am Ende einer Sackgasse.
Anfangs konnte ich nie so viel mit der rosa Zuckerwatte eines beschaulichen Lebens in Schonen anfangen, doch je tiefer ich in das Buch eintauchte, desto symbolischer wurde das "Bullerbü-Land" am Ende der Sackgasse.
Die Nachbarn leben zum Teil schon geraume Zeit in dieser Siedlung und wissen von den anderen teilweise mehr als sie selbst. Das was der Leser aber nicht weiß, wird in Rückblicken erzählt. 
Jacqueline, zum Beispiel, ist noch recht neu in der Siedlung und hat einen, mit etlichen Schwierigkeiten behafteten Sohn, Fabian. Für Jacqueline, einstmals gefeiertes Model, ist die Siedlung der letzte Rettungsanker, nirgends sonst konnte sie mit Fabian länger bleiben. Bianca aber spürt schnell, das hinter Jacquelines schillernder Fassade mehr steckt als ein gelangweiltes Hausfrauenleben. Das bekommen aber auch die nächsten Nachbarn mit, die froh sind, dass sich Jacquelines Sohn Fabian nun mehr an Biancas Kindern orientiert und nicht mehr durch ihre Gärten stromert.
So hat jeder Bewohner der Siedlung durch die neuen Nachbarn etwas zu gewinnen aber auch viel zu verlieren.
Eines Tages wird Bianca angefahren und schwer verletzt.
War der Unfall Absicht? War der Fahrer wirklich der Fahrer oder nimmt er die Schuld eines anderen auf sich? 
Alles ist möglich, sicher aber ist: es ist nichts so wie es scheint ...
Ich fand das Buch richtig klasse und es war genau die richtige Lektüre für die Weihnachtszeit, während der Nachbarn und Familie in wahre Festtagsidyllen verfallen ;)

Samstag, 30. Mai 2020

Rezension "Das Schattenhaus" von Tess Gerritsen




  • Limes Verlag
  • Broschiertes Buch
  • 384 Seiten
  • Erscheinungstermin: 27. April 2020
  • ISBN-13: 9783809027164
  • 15,00 Euro

Klappentext:
Ein unheimliches altes Haus, eine verschwundene Frau und ein dunkles Geheimnis, das tief in die Vergangenheit reicht ...

Nach einem tragischen Ereignis flüchtet Ava von Boston auf eine abgelegene Halbinsel an der Küste Maines. Dort mietet sie ein altes herrschaftliches Haus und hofft, endlich zur Ruhe zu kommen und Inspiration für ihr neues Buch zu finden. Obwohl das Haus zunächst düster und unheimlich wirkt, übt es doch eine unerklärliche Anziehungskraft auf sie aus. Dann beginnt sie plötzlich seltsame Geräusche zu hören, und eines nachts glaubt sie eine schattenhafte Gestalt hinter den Vorhängen in ihrem Schlafzimmer zu sehen. Von den Dorfbewohnern erfährt sie von dem mysteriösen Verschwinden ihrer Vormieterin. Als Ava beginnt nachzuforschen, kommt sie hinter ein verstörendes Geheimnis, das verzweifelt gewahrt werden soll ...
(Quelle: Limes Verlag)


Inhalt:
Ava möchte ein neues Kochbuch schreiben, doch in Boston fehlt ihr die Muse und Inspiration.
Vor einigen Monaten lud sie schwere Schuld auf sich und kommt nicht zur Ruhe. Sie trinkt zu viel und kann das Buch nicht wirklich in Angriff nehmen.
Durch eine glückliche Fügung kann sie ein Haus an der Küste Maines mieten, in dem sie sich, recht abgeschieden und in Ruhe, ihrem Buch widmen kann.
Anfangs halten sich tagsüber noch zwei Handwerker in dem Haus auf, aber abends und nachts ist sie mit ihrem Kater alleine im Haus.
Immer wieder hat Ava das Gefühl nicht alleine zu sein, sieht Schemen und Schatten, doch als sie die Polizei ruft, wird niemand gefunden, sie ist definitiv alleine im Haus.
Ava beginnt vor Kreativität zu sprudeln und ihr Kochbuch nimmt immer mehr Form an, aber nachts trinkt sie immer noch zu viel und kämpft mit seltsamen Bildern und Erscheinungen.
Eines Tages nimmt sie Kontakt zu der Geisterjägerin Maeve auf um das Geheimnis der Schatten zu lüften ...


Fazit:
Dieser Roman hat nichts mit den Büchern um Rizoli & Isles zu tun, sondern ist ein "Standalone".
Auch die Geschichte und die Stimmung in diesem Roman deckt sich nicht mit der bekannten Serie um Rizoli & Isles, sondern erinnert mehr an Romane von Barbara Gartland oder an die alten "Gaslichtromane"
Trotzdem hat mich das Buch sehr gut unterhalten.
Die Geschichte ist romantisch, fast kitschig, überhaupt nicht realistisch und trotzdem ist das Buch eine sehr gute Abwechslung in dieser schweren und harten "Corona-Zeit".
Anfangs konnte ich nicht wirklich glauben, dass ich das lese, was ich lese, es war einfach kein intelligenter Thrill a la "Die Chirurgin" oder "Der Meister" zu finden, sondern eben eine romantisch-kitschige Geistergeschichte.
Aber auch dieses Genre hat Tess Gerritsen unterhaltsam bedient und mir damit eine kurzweilige Lektüre beschert.
Für Fans von Gerritsens bekanntester Buchreihe ist dieser Roman vielleicht nicht so geeignet, aber Leser/innen, die etwas Romantik lieben und einen leichten Roman mit ein bißchen Grusel und Spannung möchten sind hier richtig.

Vielen Dank an den Limes Verlag für dieses Rezensionsexemplar


Samstag, 23. November 2019

Rezension "Der unschuldige Mörder" von Mattias Edvardsson





  • Limes Verlag
  • Broschiertes Buch
  • 458 Seiten
  • Erscheinungstermin: 04. November 2019
  • ISBN: 9783809026846
  • 15,00 Euro

Klappentext:
Ein Mord ohne Leiche und ein fataler Schuldspruch - doch die wahre Geschichte wartet noch darauf, erzählt zu werden ...

Lund, Schweden: Vier Literaturstudenten treffen auf den gefeierten Autor Leo Stark. Schnell geraten sie in den Bann des manipulativen Schriftstellers, der sie gleichermaßen fasziniert wie abstößt. Doch eines Nachts verschwindet Stark spurlos. Und obwohl keine Leiche gefunden wird, spricht man den Studenten Adrian des Mordes schuldig.
Jahre später beschließt dessen Freund Zack, ein Buch zu schreiben. Das Verbrechen von damals, für das Adrian acht Jahre ins Gefängnis musste, hat den Journalisten nie richtig losgelassen. Von Adrians Unschuld überzeugt, ist Zack fest entschlossen, die Wahrheit aufzudecken. Doch bei seinen Recherchen stößt er auf den Widerstand seiner ehemaligen Studienfreunde. Alle scheinen sie etwas vor Zack zu verbergen. Und dann taucht plötzlich Leo Starks Leiche auf ...
(Quelle: Limes Verlag)


Inhalt:
Zack ist als Journalist in Stockholm gescheitert. Er hat seinen Job verloren und seine Freundin hat ihn verlassen.
Nachdem er sich einige Wochen hat treiben lassen, bleibt ihm nichts anderes übrig, als zurück zu seiner Mutter zu ziehen.
Diese hat seine schriftstellerischen Ambitionen nie ernst genommen und Zack fühlt sich schnell von der Enge des Elternhauses erdrückt.
Seine einzige Chance auf einen Weg zurück in die schreibende Liga ist, ein Buch zu schreiben.
Doch Zack ist eigentlich kein Literat und sein Leben verlief recht ereignislos ..... bis auf die Geschichte mit Adrian.
Adrian, Zacks bester Freund, wurde für den Mord an Leo Stark verurteilt und saß acht Jahre im Gefängnis.
Adrian hat Zack gegenüber beteuert, unschuldig zu sein, und jetzt endlich nimmt sich Zack Adrians Geschichte an.
Doch schnell stellt er fest, dass alle, die etwas wissen könnten, blockieren.
Niemand unterstützt ihn und seine alten Freunde begegnen seinem Vorhaben mit Abwehr.
Zack lässt aber nicht locker und sticht damit in ein Wespennest ....

Fazit:
"Der unschuldige Mörder" ist ein richtig, richtig guter skandinavischer Krimi, der sich tief in die menschlichen Abgründe wagt.
Die Geschichte wird aus der Perspektive des entstehenden Romans, in der Vergangenheit und der unmittelbaren Gegenwart erzählt.
So weiß der Leser, was Zack erlebt hat, was er davon in seinem Roman verarbeitet und wie er im Jetzt zu den neuen Informationen kommt.
Der Leser erkennt aber auch die Entwicklung, die verschiedene Personen genommen haben und von dieser Metaebene aus, ist ihm klar, dass die Beteiligten mehr erlebt haben müssen, als Zack weiß.
Zack erkennt auch diese Entwicklungen, aber da er nur auf sein Buch fixiert ist, erkennt er die Zusammenhänge nicht.
Mir hat dieses Lesen auf "zwei Ebenen" sehr gut gefallen, denn ich hatte immer wieder die Illusion von einem Wissensvorsprung (der aber nicht tatsächlich existierte).
Dies ist Mattias Edvardssons zweites Buch. Sein erstes Buch "Die Lüge" hat mir schon unheimlich gut gefallen und ich finde, in "Der unschuldige Mörder" hat er sich noch mal gesteigert.
Auch hier beschäftigt sich Edvardsson, wie in "Die Lüge", wieder mit der inneren Wahrheit und der Realität.
Zacks und Adrians Realitäten sind in etwa gleich, beide studieren zusammen, müssen die gleichen Aufgaben erledigen und haben den gleichen Freundeskreis, doch die innere Wahrheit, das Empfinden der Realität, ist vollkommen unterschiedlich.
Mich hat diese Betrachtungsweise absolut fasziniert.
"Der unschuldige Mörder" ist ein skandinavischer Krimi, der mir mal wieder gezeigt hat, warum ich die nordischen Romane so sehr liebe: sie sind abgründig und zeigen auf, dass man die tiefsten Abgründe eines Menschen erst erfasst, wenn sie einem direkt begegnen.

Vielen Dank an den Limes Verlag für dieses Rezensionsexemplar.



Sonntag, 7. April 2019

Rezension "Die Lüge" von Mattias Edvardsson





  • Limes Verlag
  • Broschiertes Buch
  • 544 Seiten
  • Erscheinungstermin: 25.03.2019
  • ISBN: 978-3-8090-2705-8
  • 15 Euro



Klappentext:
"So fesselnd und trügerisch, dass du alles und jeden infrage stellen wirst." Karin Slaughter
Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen - und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen ...

(Quelle: Limes Verlag)


Kurze Zusammenfassung:
Adam und Ulrika versuchen ihre Tochter so gut es geht durch die Pubertät zu bringen. Mittlerweile ist Stelle 19 Jahre alt, aber hat noch nicht viel von dem Rebellionsgeist des Erwachsen werden hinter sich gelassen.
Ulrika ist Anwältin und Adam Pfarrer, sie haben beide eigentlich das Rüstzeug, ein Kind durch diese schwierigen Jahre zu bringen.
Doch als Stella wegen Mordes an einem wesentlich älteren Geschäftsmann verhaftet wird, steht auf einmal alles in Frage.
Adam sieht, dass die Polizei nicht viel zur Stellas Entlastung tut, für sie ist Stella die Täterin, also verschafft Adam Stella ein Alibi. Stellas Vater kann nicht akzeptieren das seine Tochter eine Mörderin sein soll und nimmt die Ermittlungen selbst in die Hand und nun beginnen die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge zu verschwimmen ...


Fazit:
Was ist Wahrheit und was ist Lüge?
Gibt es nur eine Wahrheit?
Ist meine Wahrheit auch die Realität der Anderen und stimmt meine innere Wahrheit mit der Realität überein?
Dieses Buch zeigt auf spannende Weise, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt und das ein Erlebnis für alle unterschiedliche Wahrheiten birgt.
Stella, Adam und Ulrika sind eine Familie und leben das gleiche Leben, an vielen Schnittstellen teilen sich alle Drei viele Erlebnisse, doch die Wirkung des Erlebten lässt einen fast glauben, sie hätten an unterschiedlichen Leben teil gehabt.
Nach und nach begreift der Leser die Zerrissenheit der Protagonisten und das verzweifelte Aufrechterhalten der Fassade bekommt einen ganz neuen Sinn.
Die einstig perfekte Familie liegt in Trümmern und hervor kommen die einzelnen Persönlichkeiten mit ihren inneren und äußeren Lügen.
Gerade in diesem Buch ist die skandinavische Erzählart perfekt zum Transport der Geschichte. Die einzelnen Blickwinkel verweben sich in drei Teilen zu einem kompletten Bild. Durch Perspektivwechsel entstehen neue Schattierungen und der Mord, sowie auch Stella, erscheinen immer wieder in einem neuen Licht.
Mir hat das Buch richtig gut gefallen, gerade auch weil es so tief hinter die verschiedenen Fassaden blicken ließ.
Flüssig geschrieben, ein guter Spannungsbogen, verschiedene Perspektiven und Erzählstränge, ein packendes Thema = ein toller Schwedenkrimi!
Für mich sind die Skandinavier einfach die besten Geschichtenerzähler!

Vielen Dank an den Limes Verlag für dieses Rezensionsexemplar


Sonntag, 12. August 2018

Rezension " Das 14. Verbrechen " von James Patterson




  • Women's Murder Club Nr. 14
  • Limes Verlag
  • Broschiertes Buch
  • 379 Seiten
  • 2018
  • ISBN: 9783809027003
  • 15 Euro


Klappentext:
Was, wenn deine Beschützer die Täter sind?

Lindsay Boxer und ihre Freundinnen feiern gemeinsam den Geburtstag der Gerichtsmedizinerin Claire Washburn, doch die Party endet vorzeitig, als Lindsay an den Ort eines grausamen Verbrechens gerufen wird. Eine Frau wurde am helllichten Tag in der Öffentlichkeit ermordet, getötet mit zahlreichen Messerstichen. Zeugen gibt es keine. Als dann auch noch schockierendes Videomaterial auftaucht, auf dem man eine Gruppe von Cops Raubüberfälle begehen sieht, ist San Francisco in Aufruhr. Die Täter tragen Masken und gehen äußerst brutal vor. Wer sich ihnen in den Weg stellt, stirbt. Jeder könnte dahinterstecken, auch Lindsays Kollegen ...

(Quelle: Limes Verlag)

Kurze Zusammenfassung:
In San Francisco werden immer wieder auf offener Straße Frauen erstochen. Eine Verbindung ist zwischen diesen Frauen ist für Lindsay Boxer erst einmal nicht zu erkennen.
Gleichzeitig werden in San Francisco immer wieder Überfälle verübt. Auf Überwachungskameras ist zu erkennen, dass die Täter Jacken des SFPD tragen und scheinbar Polizisten sind.
Mit diesen Fällen ist Lindsay schon mehr als ausgelastet doch Yuki, eine ihrer engsten Freundinnen, schaltet sich auch noch in die Geschehen rund um die Polizei ein.
Nachdem Yuki vor einiger Zeit als Geisel auf einem Kreuzfahrtschiff knapp dem Tod entronnen ist, möchte sie etwas in ihrem Leben verändern.
So schließt sie sich einer Non-Profit-Organisation an und vertritt als Anwältin unentgeltlich Klienten. Ihr erster Klient ist ein Toter, der von Polizisten des SFPD zu einem falschen Geständnis genötigt wurde.
Es scheint, als würde eine riesige Welle auf das San Francisco Police Department zurollen und Lindsay Boxer steht mitten drin.
Boxer bleibt nun nichts anderes übrig, als mit aller Kraft die Fälle aufzuklären und damit den Ruf der Polizei rein zu waschen, doch damit macht sie sich zur Zielscheibe .....


Fazit:
James Patterson schreibt unheimlich flüssig und sehr eingängig, dazu wird der Krimi in kurzen Kapiteln erzählt. So hat man die perfekte Mischung für ein hohes Tempo. Ich habe das Buch förmlich verschlungen, was auch an den eben erwähnten Punkten lag. Immer passiert etwas und kaum kommt ein Augenblick Ruhe in das Geschehen, springt man in das nächste Kapitel, wahrscheinlich sogar zu einer neuen Person oder einem neuen Schauplatz und sofort zieht das Tempo an.
Patterson hat auch wieder viele verschiedenen Handlungsstränge in das Buch gepackt und ließ die vier Freundinnen auch ihre eigenen Geschichten erleben.
Ich hatte das Gefühl, dass hier Lindsays Persönlichkeit etwas in den Hintergrund rückte und damit Platz für Yuki machte.
Yuki, die sonst immer sehr zurückhaltend war und kaum greifbar sein wollte, konnte sich in diesem Band mehr entfalten.
Sie hat eine ganz andere Emotionalität und eine deutlichere Persönlichkeit bekommen.
Mir hat das gut gefallen. Eigentlich ist ja Lindsay Boxer die Hauptfigur und ihre Freundinnen gruppieren sich um sie herum, aber alle Freundinnen sind interessante Persönlichkeiten. Deswegen finde ich es auch gut, dass nun auch eine weitere Figur mehr herausgearbeitet wird.
Das hat schon im letzten Band begonnen, in dem Yuki als Geisel eine tragende Rolle bekommen hat und nun stand ihre Emotionalität mehr im Vordergrund.
Mit dem Heranziehen weiterer Personen liest man sich nicht so schnell an der Hauptfigur satt und Nebenschauplätze werden interessanter.
Mir hat "Das 14. Verbrechen" gut gefallen. Es ist ein spannender temporeicher Thriller in dem man auch selbst etwas miträtseln kann. 
Ich bin nun auf jeden Fall gespannt, wie die Fäden aus diesem Buch in den nächsten Band weiter getragen werden und ob im nächsten Krimi eine weitere Freundin mehr Konturen bekommt.


Vielen Dank an den Limes Verlag für dieses Rezensionsexemplar

Sonntag, 10. Dezember 2017

Rezension " Blutzeuge " von Tess Gerritsen



  • Rizzoli & Isles 12
  • Limes Verlag
  • Hardcover
  • 411 Seiten
  • 2017
  • ISBN: 9783809026389
  • 19,99 Euro

Klappentext:
Sie haben das Böse gesehen - und er lässt sie mit ihrem Blut zahlen.

In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden - in der offenen Handfläche liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf - Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls erst nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt ...
(Quelle: Limes Verlag)

Kurze Zusammenfassung:
Die Filmemacherin Cassandra Coyle wird ermordert und verstümmelt in ihrer Wohnung gefunden. Zu Mauras Erstaunen lässt sich keine eindeutige Todesursache feststellen und der Fall gibt Rätsel auf.
Kurz darauf wird Timothy McDougal ermordet, in seiner Brust stecken Pfeile, doch er ist nicht an den Verletzungen gestorben.
Auch hier kann Maura Isles keine eindeutige Todesursache feststellen.
Es scheint, als wären beide Opfer von dem selben Täter ermordet worden, doch lässt sich keine Verbindung zwischen den Beiden herstellen.
Um etwas Licht in die Umstände zu bringen muss Maura Kontakt zu Daniel Brophy aufnehmen. Über ein halbes Jahr haben sie sich nicht gesehen und Maura spürt, dass sie noch lange nicht über Daniel hinweg ist.
Trotzdem, sie braucht Daniels Hilfe. Gemeinsam finden sie ein Muster und dadurch wird die Verbindung zwischen den Toten deutlich.
Doch bevor Rizzoli und Isles handeln können, gibt es schon das nächste Opfer.
Der Täter scheint schnell alle Zeugen eines lang zurückliegenden Verbrechens beseitigen zu wollen.
Und nun mischt sich auch noch Amalthea Lank in das Geschehen ein. Im Sterben liegend schafft sie es noch immer Maura zu manipulieren. Amalthea schützt jemanden, der mit dem Fall zusammen hängt ....

Fazit:
Ein prima Krimi der meine Erwartungen an Rizzoli und Isles absolut erfüllt hat.
Ich habe die letzten 5-6 Bände nicht gelesen, da mich die gleichnamige Fernsehserie überhaupt nicht begeistert und mich leider auch der Buchreihe entfremdet hat.
Von daher war ich, was bestimmte Details betraf, nicht ganz im Bilde.
 Amalthea Lank hat mir nicht so viel gesagt und Daniel Brophy habe ich in den früheren Bänden auch nur am Rande mitbekommen.
Aber das hat gar nichts gemacht, ich konnte die Zusammenhänge gut begreifen und allen Fäden folgen.
Also kann man das Buch auch ganz gut als Einzelgänger lesen.
Die Fernsehserie habe ich auch gut aus dem Kopf bekommen und konnte so die ursprünglichen Personen, so wie sie im Buch beschrieben sind, gut genießen.
Ich finde es ja immer wieder erstaunlich, wie Tess Gerritsen gerade sehr abnorme Persönlichkeiten beschreiben kann. Man schaut dem Soziopathen förmlich in den Kopf und man begreift gut die Unterschiede zwischen einem recht normalen, sozial agierenden, Menschen und einem Soziopathen. 
Für Soziopathen hat Tess Gerritsen anscheinend ein Faible ;)
Der Thriller ist nicht ganz so blutig, wie ich die ersten Bände der Reihe in Erinnerung habe, und das macht gar nichts.
Das Buch war spannend, ich habe einige Zeit gebraucht um auf den Mörder zu kommen und das Lesen hat mir Spaß gemacht.
Insgesamt finde ich, ist es ein gelungener Rizzoli und Isles-Thriller

Sonntag, 6. August 2017

Rezension " Die 13. Schuld " von James Patterson



  • Women's Murder Club .13
  • Limes Verlag
  • Taschenbuch
  • 382 Seiten
  • 2017
  • ISBN: 9783809026716
  • 14,99 Euro

Klappentext:

Eine psychopathische Mörderin ist auf freiem Fuß - und sie hat noch eine Rechnung mit dir offen ...

Detective Lindsay Boxer liebt ihr Leben als frischgebackene Mutter - bis eine Nachricht eintrifft, die ihre glückliche Welt zum Einstürzen bringt: Vom FBI wird Lindsay das Foto einer attraktiven Frau, deren Wagen an einem Stoppschild hält, zugeschickt. Das schöne Äußere kann Lindsay nicht täuschen: Ohne Zweifel handelt es sich um Mackie Morales, die größte Psychopathin, der der Women's Murder Club je begegnet ist und die zuletzt entkommen konnte. Während Journalistin Cindy ihre Chance auf die Erfolgsstory ihres Lebens wittert und Mackies Spur quer durchs Land verfolgt, ahnt niemand, dass die Killerin einen finsteren Racheplan schmiedet ...
( Quelle: Limes Verlag )

Kurze Zusammenfassung:

Bomben explodieren. Bomben explodieren in Körpern unschuldiger Menschen. Essbare Bomben, die in Chucks Hamburgern versteckt sind explodieren wenn sie mit Magensäure in Kontakt kommen. Recht schnell finden Lindsay Boxer und Rich Conklin heraus, dass ausschließlich Burger von Chucks betroffen sind und das die beliebte Burgerkette nun erpresst wird. Beide geben alles, damit der Erpresser und Bombenleger so schnell es geht gefasst wird, doch das ist in der momentanen Situation nicht einfach.
Zwar sind sie voll auf die Mörderjagd konzentriert, werden aber doch immer wieder abgelenkt.
Yuki, Freundin und Staatsanwältin befindet sich auf einem exklusiven Kreuzfahrtschiff. Sie und Brady haben geheiratet und wollten eigentlich die Flitterwochen genießen, als das Kreuzfahrtschiff von Piraten gestürmt wird.
Zu Hause hat Lindsy Boxer diesen brisanten Fall am Hals und macht sich gleichzeitig unendlich viele Sorgen um Yuki und Brady.
Als wäre das noch nicht genug, Mackie Morales kehrt zurück und möchte gnadenlose Rache an Lindsay nehmen ...

Fazit:
Das Buch hat drei Handlungsstränge. Einmal die Geschichte mit dem Burger-Bomber, der Menschen in die Luft sprengt, während sie Burger essen. Damit ist die gesamte Bevölkerung in Gefahr .... jeder der einen Chucks Burger isst, könnte sterben.
Dann der Handlungsstrang um Yuki und Brady, die auf einem Kreuszfahrtschiff von Piraten in Geiselhaft genommen werden.
Im dritten Strang geht es um Mackie Morales, die zurück kehrt und Lindsay Boxer töten möchte. Hier ist Cindy, Freundin und Reporterin, die Aktive, denn sie möchte das Interview ihres Lebens mit Mackie führen.
Der Klappentext erweckt den Eindruck, als würde es im Buch vorrangig um Mackie Morales gehen, doch eigentlich tritt dieser Handlungsstrang bis zum Finale eher in den Hintergrund.
Im Vordergrund steht die Jagd nach dem Burger-Bomber.
Das fand ich ein bisschen schade, denn ich hätte mich sehr gefreut, wenn die Geschichte um Mackie Morales etwas ausgearbeiteter gewesen wäre. Mackie ist eine ausgesprochen psychopathische und finstere Gestalt, die wir in anderen Bänden schon gut kennen lernen durften und sie hätte bestimmt den Stoff für ein ganzes Buch hergegeben.
Trotzdem hat mich der Roman bestens unterhalten. Er ist in Pattersons leichtem und eingängigen Stil geschrieben und nimmt den Faden nahtlos vom letzten Band auf.
In der Hängematte, in den heißen Nächten Roms, habe ich es gut lesen können und habe es als wunderbare Urlaubslektüre empfunden.
Man könnte dieses Buch zwar auch als Einzelgänger lesen, aber es ist schon besser die Geschichte um den Women`s Murder Club zu kennen, denn die Personen werden nicht so intensiv beschrieben und der Inhalt bezieht sich doch immer wieder auf vorherige Bände.
Wenn man schon einige Bände gelesen hat, braucht man ja keine Einführung in die Personen mehr und steht so gleich in der Geschichte.
Ich mag es, wie Patterson mich unterhält und bin gespannt auf den nächsten Band .... ob da Cindy und Rich wieder zusammen finden.....?  ;)

Vielen Dank an den Limes Verlag für dieses Rezensionsexemplar





Sonntag, 22. Januar 2017

Rezension "Totenlied" von Tess Gerritsen



  • Limes Verlag
  • Seitenzahl: 313
  • 2016
  • ISBN-13: 9783809026709
  • broschiertes Buch
  • 14, 99 Euro

Klappentext:
Von einer Italienreise bringt die Violinistin Julia Ansdell als Souvenir ein altes Notenbuch mit nach Hause. Es enthält eine handgeschriebene, bislang völlig unbekannte Walzerkomposition. Julia ist fasziniert von dem schwierigen Stück, doch jedes Mal, wenn sie die aufwühlende Melodie spielt, geschehen merkwürdige Dinge. Etwas Bösartiges geht von dem Walzer aus, etwas, was das Wesen von Julias dreijähriger Tochter auf beunruhigende Weise zu verändern scheint. Weil niemand ihr Glauben schenkt, reist Julia heimlich nach Italien, um nach der Herkunft der mysteriösen Komposition zu forschen ...
(Quelle: Limes Verlag )

Zusammenfassung:
In Italien findet Julia in einem Antiquariat eine Notensammlung, von der sie sofort fasziniert ist. Noch nicht einmal von der Notensammlung an sich, sondern vielmehr von einem Walzer, der anscheinend in einem Zuge auf einem Zettel komponiert wurde. Dieser Zettel hatte sich in die Notensammlung geschoben und  Julia erwirbt die Sammlung von "Zigeunerweisen" um diesen Walzer besitzen zu können.
Ihrer Einschätzung nach, wurde dieses Stück noch nie veröffentlicht und aufgeführt und Julia glaubt das dieser wunderschöne Walzer von unschätzbarem Wert für die Musikwelt sein könnte.
Zu Hause angekommen, kann sie es kaum erwarten die Melodie zu spielen, doch kaum hat sie die Violine in der Hand und die ersten Töne gespielt, sieht es so aus, als hätte Julias Tochter die Katze massakriert.
Doch weder Ärzte noch Psychologen finden Auffälligkeiten bei Julias Tochter, vielmehr scheint Julia selbst die Schuld an der Situation zu bekommen.
Kurz darauf spielt Julia wieder diesen Walzer und nun sticht ihre Tochter mit einer Scherbe auf Julias Bein ein.
Julia glaubt, dass der merkwürdige Walzer diese Grausamkeiten in dem Kind auslöst.
Doch alle anderen, ihr Mann, die Ärzte, ihre Tante, alle sehen Julia als das Problem an.
Nun bleibt ihr nichts anderes als die Flucht nach Italien um dort die Geschichte des Walzers aufzudecken.
Das, was sie herausfindet ist fast unglaublich und nun ist Julia nicht nur auf der Flucht vor ihrem Mann, der sie in die Psychatrie einweisen lassen möchte, sondern sie ist auch auf der Flucht vor dem ehemaligen Besitzer des Musikstückes, der sein Geheimnis gewahrt wissen will und nun nach Julias Leben trachtet ...

Fazit:
Ein spannender und leicht zu lesender Mysterythriller. Etwas anders als man es sonst von Tess Gerritsen gewohnt ist, aber nicht schlechter .... anders eben.
Nach und nach konzentriert sich die Geschichte auf den Holocaust in Italien, auf den Verbleib von vielen  italienischen Juden und auf das einzige italienische Vernichtungslager.
Allerdings werden diese schrecklichen Geschehen nicht ausgeschlachtet, um ein als brisantes Beiwerk  in einem Mysteriethriller zu dienen, vielmehr wird offen und in einer behutsamen Sprache mit dem Schrecken des 3. Reiches umgegangen.
Hier können gerade Menschen, die aus irgendwelchen Gründen von diesem Abschnitt der Geschichte noch nicht viel gehört haben, dazu aninmiert werden, sich auf das Thema einzulassen.
Natürlich ist die im Roman spielende Geschichte eine Fiktion, aber die historischen Fakten und die geschichtlichen Hintergründe stimmen so.
Man hat das Gefühl, als wenn einige der vielen, vielen Toten des 3. Reiches ein Gesicht bekommen,  auch wenn es ein fiktives Gesicht ist, es wird aus der unfassbaren Anzahl getöteter Juden herausgelöst und bekommt eine, für mich, begreifbare Persönlichkeit.
Daneben hat der Roman auch eine spannende Geschichte, die man gerne zu Ende lesen möchte.
Zur Zeit macht Tess Gerritsen anscheinend eine kleine "Medizinthrillerpause" und wenn das dass Ergebnis ihrer Pause ist, mag ich er gerne, wenn sie öfter mal von ihrer üblichen Buchreihe pausiert.