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Sonntag, 13. August 2017

Rezension " Die Brut/ Sie sind da " von Ezekiel Boone




  • Taschenbuch
  • Fischer Verlag
  • 397 Seiten
  • 2017
  • ISBN: 9783596035533
  • 9,99 Euro

Klappentext:
Etwas lebt. Und es vermehrt sich rasend schnell.

Am Amazonas stirbt eine Wandergruppe. Kurz zuvor war ein merkwürdiges Summgeräusch zu hören.
In Indien schnellen die Seismographen in die Höhe, doch es folgt kein Erdbeben.
In China wird eine Atombombe gezündet. Angeblich versehentlich.
In Minneapolis stürzt ein Flugzeug vom Himmel. Im Wrack findet Agent Mike Rich eine verbrannte Leiche aus der etwas Schwarzes kriecht.
Biologin Melanie Guyer erhält in Washington eine FedEx-Sendung. Ein mysteriöser Fund von den Nazca-Linien.

Nervenzerrende Spannung - Sie werden das Atmen vergessen!
( Quelle: Fischer Verlag)

Kurze Zusammenfassung:
Überall auf der Erde tauchen Spinnen auf. Spinnen, die flutgleich über Menschen hinwegströmen und noch nicht einmal mehr ein komplettes Knochengerüst hinterlassen. 
Sie fressen Menschen und sind in unvorstellbar großen Schwärmen zusammengeschlossen.
Doch sie fressen nicht jeden Menschen sofort .... manche werden auch als Bruthöhle benutzt.
Weder eine Atombombe noch alle Waffen können die Spinnen eindämmen und die letzte Chance auf ein Überleben der Menschheit scheint bei der Spinnenforscherin Melanie Guyer zu liegen, doch auch sie ist ratlos.
Mel wird von der Präsidentin der Vereinigten Staaten als Beraterin hinzugezogen und das Militär wird nun gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt.
Mit allen Mitteln versucht die Regierung diese neue Bedrohung in den Griff zu bekommen, doch alle Unternehmungen scheitern und die Spinnen entvölkern die Vereinigten Staaten unaufhaltsam.
Fast stündlich werden neue Gebiete der Erde von den Spinnen überschwemmt und Melanie kommt einer Lösung keinen Schritt näher.
Dann passiert etwas Unvorhergesehenes und die Präsidentin wähnt sich schon siegessicher, doch Melanie ahnt, dass hier kein Sieg gefeiert werden kann, sondern das nun die sogenannte Ruhe vor dem Sturm herrscht ....

Fazit:
Alle Spinnenphobiker sollten einen großen Bogen um das Buch machen. Einen ganz großen Bogen und noch nicht einmal mit dem Gedanken spielen, diesem Buch zu Nahe zu kommen ;)
Und alle Nicht-Spinnenphobiker sollten sich genau überlegen, ob sie ohne diese Phobie nicht ganz wunderbar leben und sie diesen Zustand gerne behalten wollen - wenn sie diesen Zustand behalten wollen, sollten auch sie einen großen Bogen um das Buch machen.

Alle anderen, die Nervenkitzel und Crime ohne Ende lieben, nicht genug Spannung haben können und die ein Buch voller Endzeitszenarien nicht mehr aus der Hand legen können, sollten sofort anfangen das Buch zu lesen ;)

Ich fand das Buch ziemlich klasse, obwohl auch ich angefangen habe nach huschenden Schatten zu schauen und nun den kleinen Spinnen im Keller mit neuem Misstrauen begegne.
Das Szenario erschien mir glaubhaft und einfach nur spannend. Ob das Vorgehen der Regierung oder Melanies Forschungsarbeit, ich kann mir beides auch so in der Realität vorstellen und auch die verschiedenen Personen sind gut nachvollziehbar und lebendig beschrieben, so als könnten sie demnächst einen Platz in einer Fernsehserie finden.
Ich liebe ja Endzeit- und Katastrophenromane, habe auch schon etliche davon gelesen, aber dieser hier toppt so ziemlich alles, was ich bisher aus diesem Genre gelesen habe. Ganz besonders, weil die Hauptprotagonisten Spinnen sind. Große, gefräßige Spinnen mit dicken Körper und haarigen Beinen.
Eigentlich habe ich kein besonderes Problem mit Spinnen, aber es hat mich doch immer wieder so richtig vor Grusel geschüttelt.
Nein, solch ein Ende möchte ich nicht finden und wünsche ich auch nicht der gesamten Menschheit, alleine die Vorstellung .... 
Ezekiel Boone hat hier den Finger auf einem wunden Punkt vieler Menschen gelegt und damit einen Pageturner geschaffen.
Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es geradezu verschlungen.
Leider, leider ist es ein erster Band und nach der letzten Seite gibt es keine Erlösung.
Zum Glück erscheint Band zwei in zwei Wochen und ich habe ihn mir schon vorbestellt.

Samstag, 12. Februar 2011

Rezension: Die Auswahl von Ally Condie


464 Seiten
Geb.mit SU
Preis € 16,95
ISBN: 978-3-8414-2119-7

Klappentext:
Das System sagt, wen du lieben sollst – aber was sagt dein Herz?

Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die ein absolut sicheres Leben garantiert.
Doch dafür musst du dich den Gesetzen des Systems beugen: den Menschen lieben, der für dich bestimmt wird.
Was würdest du tun? Für die wahre Liebe dein Leben riskieren?

Für die 17-jährige Cassia ist heute der wichtigste Tag ihres Leben: Sie erfährt, wen sie mit 21 heiraten wird.
Doch das Ergebnis überrascht alle: Xander, Cassias bester Freund, ist als ihr Partner vom System ausgewählt worden.
Als jedoch, offenbar wegen eines technischen Defekts, das Bild eines anderen Jungen auf dem feierlich überreichten Microchip auftaucht, wird Cassia misstrauisch.
Kann das System wirklich entscheiden, wen sie lieben soll?
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Als Cassia erfährt, das sie mit 21 Jahren ihren besten Freund Xander heiraten soll, schwankt sie zwischen Erleichterung und Bestürzung.
Das hat es in ihrer Stadt noch nie gegeben, das ein Mädchen beim Paarungsbankett mit einem Jungen aus der Nachbarschaft gepaart wurde.
Der Staat ist so groß, mit so vielen Städten und bei diesen vielen Menschen soll ausgerechnet ihr Jugendfreund ihr perfekter Partner sein?
Cassia bekommt bei ihrem Paarungsbankett auch einen Mikrochip mit allen wichtigen Daten ihres perfekten Partners überreicht.
Zu Hause jedoch sieht sie nicht nur Xanders Gesicht auf dem Chip, es erscheint auch noch das Gesicht eines anderen Jungen.
Und wieder erscheint es so, als sei ein Zufall fast unmöglich.
Denn auch diesen Jungen kennt Cassia von Kindesbeinen an.
Sollte sie zwei perfekte Partner haben, oder hat das System, die Gesellschaft, sich geirrt.
Ein Irrtum ist eigentlich ausgeschlossen, denn die Gesellschaft macht keine Fehler.
So fügt Cassia sich und akzeptiert Xander als den einzigen perfekten Partner, bleibt ihr doch auch nichts anderes übrig, die Gesellschaft würde kein anderes Handeln akzeptieren.
Aber Ky, der andere Junge auf dem Mikrochip, geht Cassia nicht mehr aus dem Kopf.
Cassia hat nie gelernt zu wählen, denn die Gesellschaft bestimmt was sie Arbeiten wird, was und wieviel sie ißt, wer ihre Wohnung betreten darf und eben auch wen sie lieben wird.
Nun erkennt Cassia, das es mehr als nur eine Möglichkeit gibt, das sie eine Wahl haben könnte.
Cassia will nun mehr über Ky erfahren
Sie sucht seine Nähe und vertieft die Freundschaft und nach und nach merkt Cassia, das sie sich verliebt.....
Damit bringt sie sich, Ky und ihre Familie in Gefahr, denn die Gesellschaft verzeiht keine Fehler.

Fazit:
Ein wirklich schönes Buch!
Die Schreibweise ist sehr flüssig, der Schreibstil sehr plastisch und die Figuren sind sympathisch und nachvollziehbar gezeichnet.
Mit dieser Grundausstattung steht dem Lesevergnügen nichts mehr im Wege, denn auch die Geschichte und deren Umsetzung ist einfach nur gelungen.
Ally Condie hat eine SiFi-Geschichte entwickelt, die in sich stimmt und nicht zu abgehoben ist, um sie noch nachvollziehen zu können.
Die Liebesgeschichte zwischen Cassia und Xander und Ky ist zart, behutsam und doch sehr realistisch.
Man kann jeden kleinen Entwicklungsschritt miterleben und auch verstehen.
Einige Erkenntnisse hat der Leser bevor Cassia sie bekommt, aber Cassias Weg zur Wahrheit wird dadurch nicht langweilig, im Gegenteil, dadurch wird das mitfiebern mit Cassia noch intensiver.
Ich kann das Buch uneingeschränkt für alle ab 15 Jahren empfehlen.
Nun beginnt bei mir das warten auf den zweiten Band ....

Für alle, die das Buch noch nicht in den Händen halten, aber mehr wissen möchten gibt es hier eine wirklich schöne und interaktive Seite zu diesem tollen Buch

Vielen Dank an den Fischer Jugendbuchverlag für dieses Rezensionsexemplar.

Sonntag, 12. September 2010

Rezension: Die Zahlen der Toten von Linda Castillo



432 Seiten
8,95 Euro
Fischer Verlag
ISBN: 978-3-596-18440-8

Klappentext:
Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld.
Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt.
Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie.
Kann es wahr sein?
Ist der, den sie damals den „Schlächter“ nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden.
Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte.
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Auf einem einsamen Feld im Schnee wird die verstümmelte Leiche einer jungen Frau gefunden.
Der junge Polizist der sie findet, wollte eigentlich nur ausgebrochene Kühe orten und stolpert förmlich über die Leiche.
Kate, als Chief der Kleinstadt Painters Mill, überwacht die Spurensicherung zutiefst verstört.
Vor 16 Jahren starben Frauen auf die gleiche Weise und auch deren Verstümmelungen waren identisch.
Doch Kate glaubte 16 jahre lang den vermeintlichen Mörder, "Schlächter" genannt, erschossen zu haben.
An dieser Tat zerbrach ihre Familie und auch ihr Leben in der verschworenen Gemeinschaft der Amish.
Hatte sie den Falschen erschossen oder entkam er damls schwer verletzt?
Kates Leben scheint auf den Kopf gestellt und sie muß den Mörder suchen ohne sich und ihre Tat, damals, zu verraten.
Als weitere tote Frauen gefunden werden, wird gegen Kates Willen das BCI eingeschaltet und der Agent John Tomasetti nach Painters Mill entsandt.
John hat eine schwere Zeit hinter sich, nachdem seine Frau und Kinder von der Mafia getötet wurden und fühlt sich dem Fall eigentlich nicht gewachsen.
Doch zwischen den beiden schwierigen Persönlichkeiten, Kate und John, entwickelt sich ein Verständnis füreinander, das beide ihre Probleme lösbar erscheinen lassen.
Zudem ergänzen sie sich in ihren Ermittlungen so, das sie bald auf die richtige Spur kommen.
Doch Kate kommt dem "Schlächter" zu Nahe ohne das ihr Partner davon weiß.
Damit wird Kate zum nächsten Opfer auf der Liste des "Schlächters"

Fazit.
Eigentlich ein spannender Thriller, aber ich war recht schnell genervt von den ständigen Wiederholungen in Kates "Gedankenkarussell".
Irgendwann hat der Leser verstanden, das Kate unter ihrer Tat leidet und das ihre Zukunft vom hüten des Geheimnisses abhängt.
Auch das ihre Familie daran zerbrochen ist und sie dadurch sehr einsam wurde, war recht schnell klar, und als es dann alle 20 Seiten wiederholt wurde, hat es mich doch arg herausgefordert geduldig zu bleiben.
Meine Tochter, die das Buch vor mir gelesen hat, hatte das gleiche Problem....
Ansonsten hatte das Buch alles was ein Thriller braucht: Spannung, verkrachte Existenzen und einen echt bösen Mörder.

Samstag, 11. September 2010

Rezension: Der Trakt von Arno Strobel



368 Seiten
8,95 Euro
Fischer Verlag
ISBN: 9783596186310

Klappentext:
»Und wer bist du wirklich?«
Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall – all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht.
Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg.
Sie scheint fast unversehrt.
Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst.
Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört!
Wurde er entführt?
Hat er nie existiert?
Und wem kann sie überhaupt noch trauen?
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Sibylle erwacht in einem Krankenhauszimmer.
An Geräte angeschlossen, in einem Raum ohne Fenster und Tür.
Angeblich lag sie 2 Monate im Koma, doch sie kann kraftvoll aufstehen und sich zur Wehr setzen.
In ihr keimen Zweifeln an ihrer Krankengeschichte und den Grund ihres Krankenhausaufenthaltes.
Nur mit einem Klinikhemd bekleidet gelingt ihr die Flucht.
Auf ihrer Flucht wird sie von Rosi eingesammelt, die sie zu Sibylles Mann fährt.
Doch der erkennt sie nicht, ruft sogar die Polizei.
Niemand erkennt sie, und auch die Kleidung in ihrem heimischen Kleiderschrank ist ihr zu kurz.
Ein Kinderzimmer gibt es auch nicht in Sibylles Haus, obwohl sie sich deutlich an ihren Sohn Lukas erinnern kann.
Alle Menschen, die ihr vertraut sind, empfinden Sibylle als Bedrohung und scheinbar gehört sie nirgendwo hin.
Damit geht Sibylles Flucht weiter.
Die Einzige, an die Sibylle sich wenden kann, ist Rosi, obwohl die Beiden sich erst seit Stunden kennen.
Sie kann bei Rosi unterkommen und macht sich auf die Suche nach ihrer Identität und Vergangenheit.
Christian Rössler, ein Beamter des LKA, nimmt Kontakt zu Sibylle auf und berichtet von ähnlichen Fällen, auf dessen Aufklärung er angesetzt sei.
Gemeinsam mit Christian findet sie immer mehr Puzzlestücke, doch je mehr sie erfährt, desto weniger weiß sie wem sie noch trauen kann.
Ist Rosi eine Verbündete der Menschen, die Sibylles Vergangenheit manipuliert haben oder spielt Christian ein doppeltes Spiel?
Als Sibylle der Wahrheit zu Nahe kommt, gerät sie in tödliche Gefahr.

Fazit:
Ein spannender Thriller, der in zwei Tagen verschlungen war.
Schnell und flüssig geschrieben, die Personen sind deutlich und die Geschichte ist sehr stimmig.
Auch die medizinischen Details sind für Laien gut nachzuvollziehen und zu begreifen.
Insgesamt ist es ein solider Thriller, bei dem das lesen wirklich Spaß gemacht hat.
Arno Strobel steht nun auf meiner "Lese ich gerne- Liste".