Sonntag, 23. August 2026

"Der 13. Hüter" von James Rollins

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blanvalet Verlag

Taschenbuch

Erscheinungsdatum 22.07.2026

Seitenzahl 528

ISBN 978-3-7341-1585-1

13,00 Euro


Klappentext:
Die Studentin Sharyn Karr erhält von ihrem Professor ein altes, versiegeltes Buch und eine Visitenkarte. Noch am selben Abend kommt der ältere Mann bei einem Brand in der Bibliothek um. War es ein Unfall? Aber wer würde für den Besitz des Buches über Leichen gehen? Und wie sind die Gesandten des Vatikans in die Angelegenheit verwickelt? Die Telefonnummer auf der Visitenkarte scheint die letzte Rettung zu sein. Die Stimme am anderen Ende der Leitung verspricht Sharyn Schutz, wenn sie den Tower von London erreichen kann. Doch das ist nur der Beginn der Suche nach dem größten Schatz der Menschheit!
(Quelle: blanvalet Verlag)


Was passiert:
Sharyn Karr hat einen Bachelorabschluss in Bibliothekswissenschaften und Kunstgeschichte und absolviert nun ein Aufbaustudium in moderner Hexerei in Exeter.
Eigentlich ist es ein ganz solides Studium. Kräuterwissenschaften, alte Sprachen und und das Studium uralter Handschriften stehen auf dem Stundenplan.
Diesem Studium widmet sich Sharyn gerade in der Universitätsbibliothek, als sie einem alten, emeritierten Professor ihre Hilfe anbietet. Die beiden sind die letzten Besucher der Bibliothek und der Professor muss dringend neu eingetroffene Bücherkisten sortieren.
Während die beiden in ihre Arbeit vertieft sind, dringen Fremde in die Räume ein und überfallen den Professor. Dieser kann Sharyn im letzten Augenblick ein Buch, sowie eine Telefonnummer übergeben und zur Flucht verhelfen.
Nicht viel später erfährt Sharyn dass der Professor getötet und die Bibliothek in Brand gesteckt wurde.
In ihrer Wohnung angekommen erzählt sie ihren Mitbewohnern Naomi und Tag davon und kaum können die drei sich dem geheimnisvollen Buch widmen, werden sie auch schon überfallen.
Verzweifelt flüchten sie auf eine Halloween Party, doch auch dort werden sie in Windeseile aufgespürt.
Mittlerweile haben sich die Kommilitonen Duncan und Archie der Gruppe angeschlossen und ihnen bleibt nichts anderes übrig als die Telefonnummer auf der Karte des Professors anzurufen.
Die Stimme am Telefon leitet sie nach London und von dort aus nach Frankreich, doch egal wohin sie fliehen, der Feind scheint schon da zu sein...


Fazit:
Ich liebe die Bücher von James Rollins und auch "der 13. Hüter" hat mich sehr begeistert.
Sharyn, Naomi, Tag, Duncan und Archie wurden unverhofft und ungebeten zu Hütern eines alten, geheimnisvollen Buches. Dieses Buch existiert seit dem 18. Jahrhundert und entstammt der Feder des Grafen Saint Germain. Saint Germain war eine sagenumwobene Person, die in ganz Europa bekannt war.
Er war ein Abenteurer, Hochstapler, Alchemist, Okkultist und Komponist, und verfügte auf vielen Gebieten über ein tiefes Wissen.
In dem besagten Buch soll sich angeblich der Schlüssel zu ewigen Leben befinden und seit Jahrhunderten beschützen Hüter das Buch vor ihren Widersachern.
Das erinnert ein wenig an den Kampf zwischen Sigma und der Gilde aus einer anderen Buchreihe von Rollins. Natürlich hat mich das sehr begeistert, denn ich liebe diesen Kampf zwischen Gut und Böse und zwischen uralten Mächten und moderner Technologie.
Die fünf Studenten werden durch halb Europa gejagt und müssen währenddessen den Code für verschlüsselte Textstellen finden. 
Das alles ist sehr spannend beschrieben und James Rollins spickt die Story immer wieder mit wahren, historischen Ereignissen und Persönlichkeiten. Das verleiht der Geschichte eine Realitätsnähe, die richtig Spaß macht.
Wer also Abenteuerromane mit realen Hintergründen mag, ist hier bestens bedient.


Vielen Dank an den blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar

Samstag, 18. Juli 2026

"Insel der Ratten" von Jo Nesbo

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  • Ullstein Verlag
  • Gebundenes Buch
  • Erscheinungsdatum 25.06.2026
  • Seitenzahl 208
  • ISBN 978-3-550-20153-0
  • 19,99 Euro


Klappentext:
Nach einer verheerenden Pandemie ist die Welt nicht wiederzuerkennen: Massenarbeitslosigkeit und Armut haben das demokratische Gleichgewicht gekippt, marodierende Banden beherrschen die Straßen der großen Stadt. Colin Lowe, einer der reichsten Unternehmer des Landes, rettet sich mit seiner Familie auf die Insel der Ratten. Derweil wütet sein Sohn Brad mit seiner Bande auf dem Festland und verschont nicht einmal Colins engsten Freund Will. Als er dessen Tochter Amy bei einem Überfall in seine Gewalt bringt, sinnt Will auf Rache. Sein Feldzug führt ihn auf das Dach eines Hochhauses, Schauplatz eines gnadenlosen Countdowns auf Leben und Tod.  
(Quelle: Ullstein Verlag)


Was passiert:
Eine Pandemie hat Menschen und Staaten in eine neue Ordnung geworfen. Eine übergeordnete Macht oder Staatsmacht existiert nicht mehr, einzig das Recht des Stärkeren sichert das Überleben. Wer kann flüchtet an sichere Orte oder schließt sich einer Gang an. 
Colin Lowe hat erstere Alternative gewählt. Als reicher Mann hatte er vor der Pandemie die Möglichkeit eine sichere Unterkunft zu schaffen und dorthin ist er geflüchtet.
Sein Freund und Anwalt Will Adams befindet sich noch in der Stadt, wartet aber mit seiner Familie auf die Evakuierung.
Da gerät Will in das Visier einer Gang. Der Anführer der Gang ist ausrechnet Colin Lowes Sohn Brad und dieser entführt nun Wills Tochter.
Für Will bedeutet dies, dass er nun an einem Scheideweg steht. Bisher versuchte er in der neuen Weltordnung noch mit seiner eigenen Moral zu bestehen, doch nun muss er sich entscheiden, ob er Rache nimmt oder Brad dem letzten Rest der bestehenden Justiz übergibt...


Fazit:
"Insel der Ratten" ist ein äußerst packender dystopischer und leider sehr realistischer Roman.
Das eine Pandemie Gesellschaftsordnungen in Frage stellen kann, haben wir im Ansatz während der Corona Pandemie erlebt. Hier gab es Menschen, die rücksichtslos Toilettenpapier und Nudeln horteten und andere wieder machten es sich zum Spaß ihre Mitmenschen anzuhusten oder ihre Masken mit Löchern zu versehen.
Wir wissen also, auf Vernunft und Solidarität kann man nicht bauen.
In "Insel der Ratten" ist die Situation wesentlich zugespitzter und eine äußere Ordnung existiert nicht mehr. Jeder handelt so wie er will, oder wie es sein Gewissen zulässt. Bei dem überwiegenden Anteil existiert aber so etwas wie ein kollektives Gewissen nicht mehr.
So hat Nesbo quasi einen "Höllenschlund" beschrieben in dem Gewalt und Chaos vorherrschen.
Ich hatte das Buch mit im Urlaub und ich konnte es meist nicht erwarten nach unseren Ausflügen zurück zum Buch zu kehren.
Mich hatte es sofort gepackt und konnte das Buch kaum weglegen. Am meisten packte mich die realistische Beschreibung der Gesellschaft und der innere Kampf von Will. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass eine nächste, schlimmere Pandemie uns in solch ein Chaos wirft, das Nesbo in seinem Buch entwirft und ich kann mir ebenfalls gut vorstellen, in einen ähnlichen Gewissenskonflikt zu geraten, wie es Will passiert.
Mir ging das Buch definitiv unter die Haut und ich wünsche mir mehr solcher Geschichten von Jo Nesbo.


Vielen Dank an Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar



Samstag, 6. Juni 2026

"Sterblich" von Thomas Enger



 


  • Henning Juul Bd. 1
  • blanvalet Verlag
  • Taschenbuch
  • Erscheinungsdatum 23.04.2025
  • Seitenzahl 432
  • ISBN 978-3-7341-1445-8
  • 12,00 Euro



Klappentext:
Nach zwei Jahren kehrt Enthüllungsjournalist Henning Juul zurück an seinen alten Arbeitsplatz. Bei einem Wohnungsbrand kam sein kleiner Sohn ums Leben, er selbst wurde schwer verletzt. Doch seine Kollegen kennen kein Pardon und schicken ihn an seinem ersten Arbeitstag zu einer Pressekonferenz der Osloer Polizei. Auf dem Ekeberg wurde die Leiche einer 23-jährigen Studentin gefunden. Der Körper weist schreckliche Folterspuren auf – die Folgen einer Strafe nach den Regeln der Scharia? Polizeiermittler und Journalisten glauben an einen Ehrenmord. Nur Hennings Instinkt sagt etwas anderes ...
(Quelle: blanvalet Verlag)


Was passiert:
Henning Juul ist zurück. Mit Naben gezeichnet, ohne Sohn und ohne Frau. Das alte Leben ist vorbei, einzig seine Arbeit als Journalist ist geblieben. 
Als wäre es nicht genug nun mit seinem vernarbten Äußeren wieder in die Öffentlichkeit zu treten, hat seine Ex-Frau auch noch eine Beziehung mit dem Kollegen, mit dem er in dem aktuellen Mordfall recherchieren soll.
Allerdings ist der Fall derart undurchsichtig, sodass Henning von seiner Grübelei über die Vergangenheit abgelenkt wird.
Eine Studentin wird ermordet aufgefunden. In einem Loch im Boden wurde sie gesteinigt und die Polizei geht von einem Ehrenmord aus, war sie doch mit einem Moslem liiert.
Doch Henning findet Spuren, die in eine ganz andere Richtung zeigen. Nicht nur sterben auffällig viele Menschen, die mit der Ermordeten zu tun hatten, sondern er gelangt auch an ein Skript, dass den Ablauf des Mordes minutiös beschreibt.
Im Laufe der Recherche gelang Henning Juul an einen Punkt, an dem er zu viel weiß und die Jagd auf ihn beginnt ...


Fazit:
Richtig, richtig spannend.
Die Story beginnt langsam. Die ersten Begegnungen mit Henning Juul sind still und hinterlassen Fragen aber nach kurzer Zeit ist der Kontakt geknüpft und man versteht die Persönlichkeit Juuls. Schuld, Versagen, Verlust und Angst begleiten ihn, trotzdem ist er in der Lage abzuschalten und den Fokus auf den aktuellen Fall zu lenken.
Der Fall selbst ist kniffelig und ich habe richtig lange gebraucht um den ersten Verdächtigen auf meine innere Liste zu setzen.
Ich mag das, denn so wird ein Triller nochmal spannender für mich.
"Sterblich" hat mir gezeigt, dass Thomas Enger nicht nur im Gespann mit Jørn Lier Horst ein richtig guter Autor ist, sondern auf alleine sehr spannende Thriller schreibt.
Seine Reihe um den Journalisten Henning Juul hat auf jeden Fall nun einen neuen Fan :)