Sonntag, 22. Februar 2026

"Das Erzengel Komplott" von James Rollins

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  • Sigma Force Bd. 18
  • blanvalet Verlag
  • Taschenbuch
  • Erscheinungsdatum: 21.01.2026
  • Seitenzahl: 656
  • ISBN: 978-3-7341-1501-1
  • 13,00 Euro


Klappentext:
Ein Archivar des Vatikans wird in Moskau ermordet. Dahinter steckt eine Verschwörung, die drei Jahrhunderte zurückreicht – bis in die Blütezeit des Zarenreichs. Der alte Konflikt zwischen der russisch-orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche flammt wieder auf und könnte die Welt in Band setzen. Die Spezialisten der Sigma Force brechen sofort nach Russland auf, um das Schlimmste zu verhindern. Doch die geheimnisvolle Gesellschaft des Erzengels erwartet sie bereits, und ihr Einfluss reicht weiter, als die Agenten befürchteten. Nur Grayson Pierce und seine Gefährten können den Geheimbund noch aufhalten.
(Quelle: blanvalet Verlag)



Was passiert:
Zwei Archivare des Vatikans begleiten in Moskau eine Ausgrabung. Es scheint als wären sie auf die verschollene Goldene Bibliothek gestoßen, die nicht nur unschätzbar wertvolle Bücher enthält, sondern auch den Weg zum sagenumwobenen Land Hyperborea.
Allerdings scheint noch jemand Interesse an der Bibliothek zu haben: Valya Mikhailov, Seichans ärgste Gegenspielerin. Sie ermordet die Archivare und bringt ein wertvolles Buch in ihren Besitz. Kurz vor seinem Tod kann einer der beiden Archivare, Alex, einige abfotografierte Seiten des Buches an die Sigma Force schicken.
Wie eine glückliche Fügung befinden sich Tucker und Kowalski bereits in Russland und der Rest der Truppe bricht sofort gen Osten auf.
Mittlerweile ist es nicht nur eine Vermutung sondern fast Gewissheit, die Goldenen Bibliothek weist den Weg nach Hyperborea. Jahrhundertelang galt sie als Mythos, doch Katharina die Große schien sie entdeckt zu haben. Allerdings soll dort das Ende der Welt lauern....


Fazit:
Ein toller Abenteuerroman, der so richtig Spaß gemacht hat.
James Rollins greift in seinen Büchern immer wieder aktuelle politische Vorgänge auf und verpackt diese in abenteuerliche Geschichten. Hierbei beschränkt er sich jedoch nicht auf Abenteuer und "BumBum", sondern baut seine Geschichten auf einen Kern aus realen wissenschaftlichen Fakten auf.
In "Das Erzengel Komplott" dreht es sich hauptsächlich um den russischen Imperialismus und um alte, internationale Legenden.
Die Legende um Hyperborea existiert bei den alten Griechen, sowie auch bei vielen nordischen Völkern.
Dieses geheimnisvolle Land ist im Nordpolarmeer verortet, genau dort, wo die USA gerade nach einer Insel greift und wo Russland seine Stützpunkte ausbaut.
Ich finde es immer sehr spannend und wirklich unterhaltsam wenn realen Geschehen ein neuer Hintergrund gegeben wird.
Natürlich weiß ich, vieles ist Fiktion, aber es ist trotzdem sehr spannend sich vorzustellen, was wäre, wenn dieser Hintergrund real wäre.
Die Sigma Force fährt wie immer zu Höchstleitungen auf und ist auch nach 18. Bänden kein bißchen müde.
Dieses mal ist Tucker mit seinem Hund Kane durchgehend präsent. Das hat mir auch sehr gut gefallen, denn Tucker ist einer meiner Lieblingsfiguren und durch ihn kommt auch etwas frischer Winde in die eng verbundene Gruppe.
Mich hat "Das Erzengel Komplott" definitiv richtig gut unterhalten und ich hoffe die Sigma Force hält noch 18 Bände durch.


Vielen Dank an den blanvaelt Verlag für dieses Rezensionsexemplar



Freitag, 13. Februar 2026

"Null gleich Eins" von Arne Dahl


 


  • Berger & Blom Bd. 5
  • Piper Verlag
  • Taschenbuch
  • Erscheinungsdatum: 01.02.2024
  • Seitenzahl: 464
  • ISBN: 978-3-492-31990-4
  • 13,00 Euro


Klappentext:
Er wird es wieder tun. Am Fünften jedes Monats findet die Stockholmer Polizei in den Schären eine Leiche. Doch die Todesursachen unterscheiden sich, und so glaubt niemand an eine Verbindung zwischen den Morden. Niemand außer Kommissarin Desiré Rosenkvist, die Sam Berger und Molly Blom mit dem Fall beauftragt. Obwohl die Ermittler im Verborgenen agieren müssen, erkennen sie: Wer auch immer die Toten deponiert, will gefunden werden. Nur warum gerade jetzt? Berger und Blom setzen sich auf die Fährte eines größenwahnsinnigen Täters, dem es um nichts Geringeres als das ewige Leben zu gehen scheint.
(Quelle: Piper Verlag)


Was passiert:
Nun wurde schon zum zweiten Mal an einem Fünften des Monats eine Leiche nahe Stockholm gefunden.
Da die Toten in unterschiedlichen Gemeinden aufgefunden wurden, ermitteln verschiedene Polizeidienststellen und niemand sieht eine Verbindung zwischen den Fällen. Niemand, außer Desiré Rosenkvist. Desiré befindet sich nach ihrem letzten Fall immer noch nicht ganz auf der Höhe und wurde in den Innendienst versetzt. Abstellkammerdienst sozusagen. Vor lauter Ödnis beschäftigt sie sich mit allem was gemeldet wird und erkennt sofort die Ähnlichkeit zwischen den Fällen.
Doch niemand nimmt sie ernst. Deshalb beauftragt sie Berger und Blom Ermittlungen auf eigene Faust durchzuführen. Allerdings bleibt dies nicht unbemerkt, der Täter bemerkt die Beiden und will sie um jeden Preis stoppen ....


Fazit:
Richtig gut.
Arne Dahl hat (mal wieder) einen richtig guten Krimi abgeliefert. 
Der Fall selbst ist total spannend und es brauchte wirklich etwas Zeit bis ich dem Täter selbst auf die Spur kam. Arne Dahl verstand es gekonnt falsche Spuren zu legen und den Leser in den verschiedenen Handlungssträngen in die Irre zu führen.
Neben dem Krimivergnügen kam aber auch etwas Wehmut beim Lesen auf. "Null gleich Eins" ist der letzte Band der Reihe um Sam Berger und Molly Blom.
Die beiden wurden zum Schluss ein richtig gutes Team und trotz aller Widrigkeiten der ersten vier Bände haben sie es geschafft eine gemeinsame Ebene zu finden.
Aber vielleicht geht es genau darum: der Weg war das Ziel. Es ging vielleicht nie um die perfekte Partnerschaft, sondern um den Weg dahin?
Trotzdem, ich habe die Reihe sehr sehr gemocht und es ist schade, dass sie nun zu Ende ist.

Sonntag, 1. Februar 2026

"Das Unwetter" von Brit Bildøen

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  • btb Verlag
  • Taschenbuch
  • Erscheinungsdatum: 14.01.2026
  • Seitenzahl: 240
  • ISBN 978-3-442-77500-2
  • 17,00 Euro


Information des Verlags:
Ein Familienfest in den Bergen. Doch nicht nur die Natur wird zur Bedrohung.
Ein abgelegenes Hotel in den norwegischen Bergen: Die Goldene Hochzeit der Eltern ist für Dorte und ihre zwei Geschwister Anlass für eine mehrtägige Familienfeier Ende Oktober. Doch ein dramatischer Dauerregen drückt auf die Stimmung, ein Bergrutsch hat zudem die Straße für die Rückfahrt blockiert. Als zwei Jäger im Hotel stranden, wird die Atmosphäre immer angespannter. Was hatten die beiden Männer bei diesem Unwetter vor - womöglich eine illegale Wolfsjagd? Und warum verhält sich der gutmütige Familienhund so merkwürdig, seit er die Jäger beschnüffelt hat? Im Laufe eines einzigen Abends spitzt sich die Lage zwischen allen Beteiligten dramatisch zu ... Meisterhaft legt Brit Bildøen frei, wie hinter der bürgerlichen Fassade einer gefährliche Mischung aus Wut, Rache und Verrat lauert.
(Quelle: btb Verlag)


Was passiert:
Dortes Eltern feiern Goldene Hochzeit und damit dieses Fest unvergesslich wird, plant Dorte ein Familienwochenende in einem abgelegenen Hotel.
Mitten in der Natur wird die Familie das Hotel ganz für sich alleine haben und das Leben und die Liebe der Eltern feiern.
Als Dorte, ihr Zwillingsbruder Karl, die große Schwester Anette mit Ehemann Jan Inge, Laban, Anettes Hund und die Eltern ankommen, beginnt die Feier alles andere als idyllisch.
Anette und Jan Inge haben eigentlich keine große Lust auf das Wochenende und leider regnet es in Strömen. Die Eltern haben Sorgen wegen dem Regen und Karl ist etwas angespannt, weil er sich kürzlich Geld von seiner Mutter geliehen hat.
Dorte ist die einzige die voller Aufregung dem Wochenende entgegen fiebert, schließlich hat sie es geplant.
Nach kurzer Zeit wirkt die Abgeschiedenheit aber schon erdrückend und als dann auch noch eine Mure abgeht und ihnen die Gesellschaft zweier Jäger beschert, sinkt die Stimmung auf den Tiefpunkt, und dann wird auch noch Laban krank ...


Fazit:
Ein toller Roman der tief hinter die Fassade einer Familie blickt.
Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt. Abwechselnd schaut man in die Gedanken von Karl, Anette und Dorte.
Während sich Karl viel mit seinen Eltern und Dorte auseinandersetzt,  kreisen Dortes Gedanken meist um sich selbst oder um Ole, dem Hotelbesitzer. Anette beschäftigt sich auch mit Urteilen über Dorte aber immer mehr zielen ihre Gedanken auf ihr eigenes Leben.
Die Geschwister sind sehr unterschiedlich und Nähe besteht nur zwischen Karl und Dorte, aber auch diese ist mehr Fassade als wirkliche Nähe.
Interessant wird es, als die Familie in eine Krise stürzt. Laban, der Familienhund wird vergiftet. Nun kommt sogar Leben in den eher stillen Vater.
Ansonsten wirken die Eltern eher wie Statisten, aber vielleicht ist auch genau das der Grund, warum die Geschwister sind, wie sie sind.
Weder Karl, noch Dorte und auch nicht Anette haben es bisher geschafft sich aus ihren zugedachten Rollen zu befreien. Das änderst sich drastisch, als Laban im Sterben liegt.
Diese Situation bringt die Drei an ihre Grenzen und eines der Geschwister schüttelt die innere Monotonie ab und holt zum Gegenschlag aus.
Ich habe selten solch ein spannendes Kammerspiel gelesen, dabei stehen hier Crime und Thrill gar nicht im Vordergrund.
Für mich war "Das Unwetter" jetzt schon eines der Highlights in 2026

Vielen Dank an den btb Verlag für dieses Rezensionsexemplar