Samstag, 11. September 2010

Rezension: Der Trakt von Arno Strobel



368 Seiten
8,95 Euro
Fischer Verlag
ISBN: 9783596186310

Klappentext:
»Und wer bist du wirklich?«
Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall – all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht.
Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg.
Sie scheint fast unversehrt.
Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst.
Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört!
Wurde er entführt?
Hat er nie existiert?
Und wem kann sie überhaupt noch trauen?
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Sibylle erwacht in einem Krankenhauszimmer.
An Geräte angeschlossen, in einem Raum ohne Fenster und Tür.
Angeblich lag sie 2 Monate im Koma, doch sie kann kraftvoll aufstehen und sich zur Wehr setzen.
In ihr keimen Zweifeln an ihrer Krankengeschichte und den Grund ihres Krankenhausaufenthaltes.
Nur mit einem Klinikhemd bekleidet gelingt ihr die Flucht.
Auf ihrer Flucht wird sie von Rosi eingesammelt, die sie zu Sibylles Mann fährt.
Doch der erkennt sie nicht, ruft sogar die Polizei.
Niemand erkennt sie, und auch die Kleidung in ihrem heimischen Kleiderschrank ist ihr zu kurz.
Ein Kinderzimmer gibt es auch nicht in Sibylles Haus, obwohl sie sich deutlich an ihren Sohn Lukas erinnern kann.
Alle Menschen, die ihr vertraut sind, empfinden Sibylle als Bedrohung und scheinbar gehört sie nirgendwo hin.
Damit geht Sibylles Flucht weiter.
Die Einzige, an die Sibylle sich wenden kann, ist Rosi, obwohl die Beiden sich erst seit Stunden kennen.
Sie kann bei Rosi unterkommen und macht sich auf die Suche nach ihrer Identität und Vergangenheit.
Christian Rössler, ein Beamter des LKA, nimmt Kontakt zu Sibylle auf und berichtet von ähnlichen Fällen, auf dessen Aufklärung er angesetzt sei.
Gemeinsam mit Christian findet sie immer mehr Puzzlestücke, doch je mehr sie erfährt, desto weniger weiß sie wem sie noch trauen kann.
Ist Rosi eine Verbündete der Menschen, die Sibylles Vergangenheit manipuliert haben oder spielt Christian ein doppeltes Spiel?
Als Sibylle der Wahrheit zu Nahe kommt, gerät sie in tödliche Gefahr.

Fazit:
Ein spannender Thriller, der in zwei Tagen verschlungen war.
Schnell und flüssig geschrieben, die Personen sind deutlich und die Geschichte ist sehr stimmig.
Auch die medizinischen Details sind für Laien gut nachzuvollziehen und zu begreifen.
Insgesamt ist es ein solider Thriller, bei dem das lesen wirklich Spaß gemacht hat.
Arno Strobel steht nun auf meiner "Lese ich gerne- Liste".