Mittwoch, 28. Dezember 2016

Rezension " Die Stille vor dem Tod " von Cody McFadyen





Bastei Lübbe

Hardcover
Thriller
478 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2566-5
Ersterscheinung: 26.09.2016
22, 90 Euro  

Klappentext:
Smoky Barrett ist zurück
An einem kalten Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie wurde ermordet, und der Täter hat durch eine mit Blut geschriebene Botschaft Smoky mit der Lösung des Falles beauftragt. Doch das Unheil ist weit größer, denn die Wiltons sind nicht die einzigen Opfer. Insgesamt drei Familien wurden in der gleichen Nacht und in unmittelbarer Nähe voneinander getötet. „Komm und lerne“, lautet die Botschaft an Smoky. Es wird ein grausamer Lernprozess, das Böse in seiner reinsten Form, in seiner tiefsten Abgründigkeit  zu spüren. Smoky gelangt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und weit darüber hinaus.
( Quelle: Bastei Lübbe ) 
Kurze Zusammenfassung: 
Smoky Barrett wird an einen grausigen Tatort gerufen. Eine ganze Familie wurde ausgelöscht, doch es bleibt nicht bei der einen Familie. Rundherum wurden Familien förmlich hingerichtet und ihre Leichen arrangiert.
Bevor Smoky das Ausmaß des Verbrechens richtig erfassen kann wird sie auch schon von einem jungen Mädchen mit einem Gewehr bedroht.
Doch das Mädchen will ihr in erster Linie nichts tun, es sucht nur nach einem Weg um von Smoky Barrett gehört zu werden.
Trotzdem nimmt das alles Smoky sehr mit und um sich auszuruhen sucht sie Unterschlupf in einem der Häuser in der Nachbarschaft.
Doch die Ruhe ist trügerisch, statt in Sicherheit zu sein, wird sie gekidnappt.
Hochschwanger und ganz alleine nun in der Hand eines unvorstellbar grausamen Psychopathen.
Smoky weiß sich auch hier zur Wehr zu setzen und nun muss sie ihr komplettes Team wieder zusammentrommeln um diesen Fall zu lösen.

Fazit:
Ja ...... 
Insgesamt ist es wieder ein äußerst blutiger McFadyen und die Qualität der Verbrechen ist extrem abgründig.
Das Buch beginnt total rasant und die Geschehnisse überschlagen sich förmlich. Am Daumennagel knabbernd freut man sich auf eine Achterbahnfahrt durch die Welt des blutigen Thrillers .... und stellt fest, dass die Achterbahn recht schnell eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingebaut hat und die Geschichte gar nicht so rasant weitergeht sondern vor sich hin plätschert.
Ab einem bestimmten Punkt passierte für mich nicht mehr viel, es wurde viel mehr auf der Stelle getreten und tief in Smokys Gedankenwelt abgetaucht.
Die ist in diesem Buch sehr präsent. Smoky denkt sehr viel ... und leider oft das Gleiche.
Irgendwann war ich etwas genervt, weil ich es irgendwann schon verstanden hatte, dass ihr früher Schreckliches passiert ist, ja ich weiß ihre Tochter ist tot, ihr Mann auch, ja auch ihre Adoptivtochter hat Grauenhaftes erlebt ....und nein, ich muss es nicht unzählige Male lesen.
Smoky wiederholt sich ziemlich häufig und ich habe nicht verstanden warum.
Soll der Leser sie besser verstehen? Ist es Füllstoff um eine bestimmte Seitenzahl vollzubekommen?
Soll Smoky dadurch plastischer, dreidimensionaler werden?
Auf jeden Fall klärt sich in diesem Buch sehr viel und es werden Zusammenhänge in Smokys Vergangenheit begreifbarer.
Vielleicht entstand das Buch, um genau dieses Möglich zu machen, damit sich Smoky im nächsten Band frei und neu  erschaffen kann.
Wenn, dann wäre es total wichtig dieses Buch gelesen zu haben.
Aber leider wissen wir das ja nicht und von daher bin ich hier etwas geteilter Meinung.
Klar war das Buch irgendwie spannend, es ist auch viel passiert, aber es hat leider auch sehr große Längen und Schwächen.
Auf jeden Fall nicht der MyFadyen, den ich mir erhofft hatte.