Montag, 6. März 2017

Rezension "Demut" von Mats Olsson




  • btb Verlag
  • 733 Seiten
  • 2017 
  • Taschenbuch
  • ISBN: 9783442714643
  • 14,99 Euro

Klappentext:
Das hatte er sich anders vorgestellt: Harry Svensson, Exreporter einer Stockholmer Zeitung und angehender Kneipenwirt, hat sich in Malmö mit einer Weinhändlerin verabredet - doch aus der gemeinsamen Nacht wird nichts. Ulrika Palmgren überlegt es sich im letzten Moment anders und setzt ihn vor die Tür. Statt speziellen Sex gibt es ein lädiertes Ego und eine gebrochene Nase. Als er notdürftig verarztet in sein Hotel zurückkehrt, entdeckt er im Nachbarzimmer, dessen Tür lediglich angelehnt ist, den bekannten Blues-Sänger Tommy Sandell, der seinen Rausch ausschläft - neben ihm die Leiche einer Frau. Die Ermittlungen der Polizei in dem Mordfall wollen nicht so recht vorankommen. Nur eins ist sicher: der Musiker war es nicht. Svensson betreibt derweil seine eigenen Recherchen. Als es wenig später in Göteborg zu einem ähnlichen Fall kommt, ist Harry Svensson sich sicher, dass man es mit einem Serienmörder zu tun hat ...
( Quelle:  Btb Verlag )

Kurze Zusammenfassung:
Harry Svensson will sich in Malmö eigentlich nur über Weine informieren .... und vielleicht eine aufregende Nacht mit einer Weinhändlerin verbringen. Doch aus beiden Vorhaben wird nichts, weder erfährt er ausreichend Fesselndes über Wein noch erlebt er eine fesselnde Nacht mit der Weinhändlerin, dafür stolpert er unversehens in einen Serienmord.
Im Nachbarzimmer seines Hotels findet er eine tote Frau, im Bett mit einem bekannten Musiker.
Das dieser Todesfall ein Serienmord war, wird ihm klar als wenig später eine Bekannte von ihm auf die gleiche Weise zu Tode kommt.
Alle Zeichen stehen für Morde aus der SM-Szene und für Serienmord.
In der SM-Szene kennt sich Harry gut aus, nicht zuletzt da er sebst entsprechende Neigungen hat.
Serienmord kann er auch gut bearbeiten, in seiner Laufbahn als Journalist hat er Spurensuche und Recherche als Beruf ausgeübt .... also steht einem Sprung in dieses Abenteuer nichts im Wege.
Zu ihm gesellen sich auch noch die Kommisarin Eva Mansson, eine Frau mit ganz eigener Schlagkraft ;) und der pensionierten Journalisten Arne Jönsson.
Gemeinsam machen sie sich daran die sogenannten Spanking Morde aufzuklären.

Fazit:
Ja. Hmmmm ..... anders, neu, interessant ... ein Debüt.
Einerseits fand ich die Schreibe ziemlich cool, die Bildbeschreibungen kühl nordisch und die Figuren wirklich interessant.
Aber zwischendrin hatte ich beim Lesen immer wieder den Gedanken: "Wie ist der denn drauf?".
Als Ermittler ist Harry Svensson so ganz anders. Echt cool und richtig SM.  Ebenso sind die Geschehen und Kulissen: echt cool und ziemlich SM.
Nein, natürlich gleitet es nicht in einen Softporno ab, aber die SM-Szene und Trigger für bestimmte Reize begleiten die Geschichte von Anfang bis Ende.
Da ich mit diesem Metier bisher nicht viel zu tun hatte, war ich hin und wieder doch sehr erstaunt und überrascht und wusste nicht immer genau, ob ich hier wirklich mehr lesen will.
Als ich dann so richtig eingelesen war konnte ich das Buch auch nicht mehr weglegen, obwohl es in der Mitte schon recht lang war.
Trotzdem fand ich die Geschichte gut und die Ermittler auf jeden Fall lesenswert.
Da das Ende sich so liest, als würde Mats Olsson mit einer Ermittlerreihe starten, finde ich dieses Buch als Start gelungen und als Debütroman überzeugend.
Ich bin gespannt was sich aus Harry Svensson und seinen Neigungen noch entwickeln wird.



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