Samstag, 12. Februar 2011

Rezension: Die Königin der weißen Rose von Philippa Gregory



rororo
Taschenbuch,
560 S.
9,99 €
ISBN: 978-3-499-25484-0

Klappentext:
England, 1464: Die Adelshäuser York und Lancaster kämpfen erbittert um den Thron. Als König Edward, der Erbe der Weißen Rose, der schönen jungen Witwe Elizabeth Woodville begegnet, ist es um beide geschehen. Doch Elizabeth weigert sich, Edwards Mätresse zu werden. Da heiratet der König sie entgegen allen Standesschranken – ein ungeheurer Skandal!
Und keine Frau im Königreich hatte je so viele Feinde. Neid, Missgunst und Intrigen bringen Elizabeth und ihre Familie in größte Gefahr. Ihre Widersacher nennen sie eine Hure. Sie nennen sie eine Hexe. Doch Elizabeth weiß: Sie ist die Königin.
(Quelle: Verlag)

Zusammenfassung:
Edward der IV. ist gerade zum König geworden, da lernt er die ältere und verwitwtet Elizabeth Woodville kennen und lieben.
Eigentlich ist sie nicht als Braut geeignet, doch mit List und weiblichen Reizen, bringt sie Edward dazu sie zu heiraten.
Elizabeth Woodvilles verstorbener Ehemann war ein Lancastrianer, ebenso wie Elizabeth selbst und ihre Familie.
Edward allerdings entstammt dem Hause York.
Elizabeth hat keine Probleme schnell die Fronten zu wechseln um Königin zu werden und als sie am Ziel ist, nutzt sie ihre Stellung um Familie und Freunde in mächtige Posten zu bekommen und mit Ländereien und Adelstiteln zu versorgen.
Allerdings entmachtet sie damit Vertraute ihres Mannes, die nun auf Rache sinnen.
So wird der Kampf zwischen den Häusern Lancaster und York neu entfacht.
Elizabeth ist nun voll damit beschäftigt ihre Macht zu erhalten, ihr Leben und das Leben ihres Mannes zu schützen und sich gegen Intrigen und Anfeindungen zu wehren.
Doch je unerbittlicher sie ihre Macht ausbaut, desto unerbittlicher werden ihre Gegner.

Fazit:
Hier wird Geschichte lebendig.
Die Rosenkriege sind mir alle noch aus dem Geschichtsunterricht bekannt und vage finde ich noch irgendwelche Stammbäume, doch mal so richtig mit den Häusern Lancaster und York habe ich mich bisher nie beschäftigt. Ich war bisher eher ein Fan der deutschen und französischen Geschichte.
Durch aktuelle Fernsehfilme traten bisweilen mal die Tudors in mein Wohnzimmer, aber ob und wie das mit dem Hause York zusammenhängt war mir nicht bekannt.
Das hat sich nun geändert.
Nicht nur durch den tollen Stammbaum vorne im Buch, sondern auch durch die sehr gut recherchierte und lebendige Geschichte die Philippa Gregory hier nieder geschrieben hat.
Nun weiß ich, das die Tudors aus den Häusern Lancaster und York entstammen und die Linie geradewegs von Edward den IV. und Elizabeth Woodville abgeht.
Ohne Elizabeths Intrigen hätte ihre Tochter nicht einen Tudor geheiratet ....
Wer sich nun nicht für reale Geschichte interessiert bekommt auch sehr viel mit diesem Buch.
Es ist ein sehr lebendiger, historischer Roman, der mich so mitriss, das ich bisweilen bei Elizabeths Intrigen mit den Zähnen knirschte und wünschte sie wäre eine landlose Witwe geblieben.
Das war der beste historische Roman, den ich seit langem gelesen habe.

Vielen Dank an den Rowolt Verlag für dieses Rezensionsexemplar