Sonntag, 12. Mai 2019

Rezension "10 Stunden tot" von Stefan Ahnhem

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  • Fabian Risk Bd. 4
  • Ullstein Verlag
  • Broschiertes Buch 
  • 495 Seiten
  • Erscheinungstermin: 02.05.2019
  • ISBN-13: 9783550200052
  • 14,99 Euro



Klappentext:
Ein Mörder wählt seine Opfer scheinbar zufällig aus. So hinterlässt er keine Spuren. Kommissar Fabian Risk und das Helsingborger Kommissariat stehen vor einem Rätsel.

Helsingborg ist nicht mehr der idyllische Ort an der schwedischen Küste, der er mal war. Während eine Reihe von Morden die Stadt erschüttert, kämpft Kommissar Fabian Risk gegen sein ganz persönliches Leid: Seine Familie droht an seiner Arbeit als Mordermittler zu zerbrechen. Aber sein Job ist sein Leben. Er kann nicht anders und nimmt sich der Aufklärung der Morde an, doch er findet keine Spur. Risk und seine Kollegen ahnen nicht, dass der Täter seine Opfer durch ein Würfelspiel rein zufällig auswählt, genau wie die Mordwaffe und den Tatort. So lassen sich keinerlei Verbindungen zu ihm herstellen. Wird dieser Fall ungelöst bleiben?

(Quelle: Ullstein Verlag)


Kurze Zusammenfassung:
Fabian Risk ist noch beurlaubt, aber endlich ist seine Tochter Matilda aus dem Koma erwacht. Doch Matilda scheint ihr Trauma nicht überwunden zu haben. Noch immer glaubt sie, dass eigentlich ihr Vater, Fabian, hätte sterben müssen und dass der Tod eines Familienmitgliedes unausweichlich ist.
Auch Fabians Sohn bereitet Kummer und braucht Fabians ganze Aufmerksamkeit und mit  Sonja, seiner Frau, läuft es ebenfalls nicht gut.
Allerdings lässt eine Mordserie Risks Kollegen verzweifeln und so wird Risk zurück zum Dienst gerufen.
Die Morde scheinen in keinen Zusammenhang zu stehen und sind in ihrer Grausamkeit kaum zu überbieten. Weder Risk noch jemand anderes aus dem Team hat auch nur die leiseste Spur  zum Täter.
Allerdings ist hier Fabian Risk auch nicht ganz bei der Sache, denn er setzt nebenbei, im Geheimen, die Ermittlungen gegen seinen Kollegen Molander fort.
Dabei bringt er nicht  nur sich selbst in Gefahr, auch für Molanders Frau werden Risks Ermittlungen gefährlich....


Fazit:
Typisch skandinavisch sind hier wieder viele verschiedenen Handlungsstränge zu finden, doch laufen sie nicht so gezielt aufeinander zu, wie es sonst in nordischen Krimis der Fall ist.
Die Enden verweben sich (noch) nicht.
Der Leser ahnt, wo die Reise hingeht, doch es bleibt bei der Ahnung. Einige Fälle, die in diesem Buch zum Tragen kamen, wurden gelöst, aber die zentrale Frage, die der Leser spätestens seit dem letzten Band hat, bleibt unbeantwortet. 
(Ich verrate die zentrale Frage jetzt nicht, damit Neueinsteiger den kompletten Lesespaß behalten ;) )
Zwischendurch habe ich kurz das Gefühl gehabt, als könnten mir es tatsächlich etwas zu viele Handlungsstränge sein, jedoch entdeckte ich genau dann die Verbindung zwischen zwei Handlungssträngen und die Geschichte begann sich zu verdichten.
In diesem Band hat sich Fabian Risk ganz tief in die Gefahr hineinbegeben, wie tief und wie groß die Gefahr für ihn ist, wird sich aber frühestens im nächsten Band erweisen.
Mir gefällt die Erzählart von Stefan Ahnhem unheimlich gut, ich verschlinge seine Bücher förmlich. Wenn ich an den ersten Band zurückdenke, hätte ich damals nicht gedacht, dass Fabians Geschichte sich so entwickeln wird und auch der vierten Band noch hochspannend ist.
Von mir aus könnte die Geschichte um Risk noch mindestens vier Bände bekommen.


Vielen Dank an Vorablesen für dieses Rezensionsexemplar