Sonntag, 24. Oktober 2010

Rezension: Babel - Hexenwut von Cay Winter



Verlag: Egmont LYX
Preis: 9,95 Euro
ISBN: 978-3-8025-8295-0
Seitenzahl: ca. 350 Seiten, Kartoniert mit Klappe

Klappentext:
Den Dämonen der Vergangenheit kann man nicht entfliehen …

Als Hexe verfügt Babel über große Macht.
Doch sie weiß genau, wie verführerisch die dunkle Seite der Magie sein kann – einst erforschte sie mit ihrem Ex-Geliebten, einem Halbdämon, die Untiefen ihrer Kräfte. Als eine rätselhafte Mordserie ihre Heimatstadt erschüttert, wird Babel von den Alben engagiert, um den Täter zu finden.
Dass sie sich dabei Hals über Kopf in den Alben Tom verliebt, stand allerdings nicht auf dem Plan …

Zusammenfassung:
Babel kommt mit ihrer magischen Macht nicht mehr klar und auch nicht mit ihrem Ex-Partner, dem Dämonenkind Sam.
Mit der Magie hat sie sich übernommen und Sam bekommt sie nicht aus dem Kopf.
Da Babel in der Hexenwelt, sowie auch in der Menschenwelt verankert ist, entschließt sie sich zu den anonymen Alkoholikern zu gehen.
Wo ist denn schon der Unterschied, zwischen maßlosem Trinken und maßlosem Umgang mit der Magie ....
Dort findet sie auch ihre einzige Freundin, ihr anderer Sozialkontakt ist Karl, ein halbseidener Geschäftemacher, der sich auf Personenschutz spezialisiert hat.
Zu ihrer Familie hat sie kaum Kontak und ihr, von einem Dämonen besessener Papagei ist auch nicht wirklich vorzeigbar.
Dann ist noch Hilmar..... der während einem Kampf mit Sam gestorben ist.
Und eben Sam, den sie aus ihrem Kopf bekommen will, da Sam ihr mehr schadet als Gutes bringt, aber den sie weder aus dem Kopf noch aus dem Gefühl bekommt.
Alles in allem kein Vorzeigeleben mit einer steilen Hexenkarierre.
Babel empfindet sich als gescheitert.
Doch da taucht Tom auf.
Ausgerechnet ein Albe, Alben und Hexen können schon seit je her nicht gut miteinander ......
Tom hat einen Auftrag für Babel, eine Mordserie bedoht die Alben und in seiner Verzweifelung meint Tom, das nur die Hexe Babel helfen kann.
Eigentlich will Babel gar nichts mit den Alben zu tun haben und sie ahnt das diese Geschichte ihre Probleme nur noch vergrößern, doch sich kann sich Toms Anziehungskraft nicht entziehen und übernimmt den Auftrag.
Sie soll den Mörder finden.
Zu allem Übel verliebt Babel sich auch noch Hals über Kopf in Tom und ausgerechnet jetzt taucht Sam wieder auf.
Sam der schon Hilmar getötet hat.....

Fazit:
Babel - Hexenwut ist ein vergnügliches Buch, auch wenn die Geschehnisse durchaus spannend werden und ab und an auch mal ein blaues Auge oder eine gebrochnene Rippe eingesteckt wird.
Babels Selbsironie und ihr ungeschminkter Blick auf die Scherben ihres Lebens sind sehr herzerfrischend und muten auch immer authentisch an.
Das Buch ist sehr flüssig geschrieben und die Personen sind sehr lebendig dargestellt.
Ich war ganz schnell in dem Buch drin und fand es immer schade, wenn ich es weglegen mußte.
Babels Liebsgeschichte mit Tom ist einfach nur schön und ihre Zerissenheit zwischen Tom und Sam gut nachvollziehbar.
An manchen Stellen sprudelte die sanfte Erotik nur so aus dem Buch an anderen Stellen war die Sehnsuch Babels nicht nur lesbar sondern auch fast spürbar.
Ich mag es, wenn die Situationen gleich glasklar und nachfühlbar vor einem stehen, da muß ich mich nicht mehr anstrengen herauszufinden was der Autor meint und überlegen ob ich wohl richtig interpretiert habe.
Das muß ich hier nicht, hier kann ich lesen und genießen und öfter auch mal herzhaft lachen.

Vielen Dank an die Leser-Welt und den Egmont LYX Verlag für dieses Rezensionsexemplar.
Es wird nun in den Bestand der Bibliothek der Anne-Frank-Schule Linden aufgenommen.