Sonntag, 20. August 2017

Rezension " Lüge " von Steffen Jacobsen



  • Lene Jensen und Michael Sander Bd. 3
  • Heyne Verlag
  • 480 Seiten
  • 2017
  • ISBN: 9783453438835
  • 16,99 Euro
Klappentext:
Die dänische Gesellschaft Nobel Oil kennt keine Skrupel, sich die gigantischen Rohstoffvorkommen in der grönländischen Diskobucht zu sichern. Die Einwohner sind alarmiert, Umweltaktivisten agieren zunehmend rabiat. Als der Chef-Geologe des Bohrungsgeländes tot aufgefunden wird und ein USB-Stick mit brisanten Informationen verschwindet, werden Kommissarin Lene Jensen und Ermittler Michael Sander angeheuert, den Fall aufzuklären. Alle Spuren verweisen auf einen Täter aus der militanten Umweltaktivisten-Szene. Doch scheinen diese Hinweise fingiert zu sein, und Jensen und Sander beginnen, auf eigene Faust zu ermitteln. Bis sie erkennen, dass sie nur Bauernopfer sind in einem unerbittlichen Kampf um Geld, Prestige und Macht.
( Quelle: Heyne Verlag )

Kurze Zusammenfassung:
Der Chef-Geologe des Ölkonzerns Nobel Oil macht eine erschreckende Entdeckung, die der Ölförderung in der grönländischen Diskobucht gefährlich werden kann.
Für Nobel Oil wäre eine Veröffentlichung der Daten eine Katastrophe und so soll der Geologe Paul Holm die Daten vorerst zurück halten.
Doch nur kurz darauf wird Paul ermordet. Nach einer Nacht mit dem Nobel Oil Mitarbeiter Rasmus Nordstrand, der aber nicht das ist was er vorzugeben scheint.
Nordstrand ist weder homosexuell noch ein treuer Mitarbeiter, denn er gehört auch der Umweltorganisation "Poseidons Krieger" an.
Nordstrand wird als Täter identifiziert, doch auch Nordstrand wird umgebracht.
War er ein Zeuge oder doch der Mörder?
Lene Jensen ist sich sicher, dass Nordstrand der Täter ist, doch an dem Mord und an Nordstrand hängt noch mehr als eine reine Beziehungstat.
Schnell merkt sie, dass Nobel Oil tiefer in die Morde verstrickt ist, als es von außen scheint und als alle Ministerien und Geheimdienste Jensen zum Schweigen bringen wollen ist klar, dass der Mord an Paul Holm kein einfacher Mord ist, sondern ein Schachzug im Kampf um Öl und Macht.

Fazit:
Ein super skandinavischer Krimi. Klassisch nordisch und hochspannend!
Dies ist mein erstes Buch mit Lene Jensen und Michael Sander und ich finde beide Ermittler richtig gut.
Lene Jensen erinnert ein wenig an Kommissarin Lund ( bekannt aus dem Fernsehen ), vom Typ her und von der Art sich über Grenzen hinwegzusetzen.
Jensen ist Ende 40 und ein ganz schönes "Hau drauf". Sie boxt und kämpft als Sport und auch während der Ermittlungen hat sie kein Problem sich in den Kampf zu stürzen.
Autoritäten und Regeln werden nebenbei beachtet und auch nur, wenn sie die Ermittlungen nicht hemmen.
Anscheinend hat Jensen ein schweres Schicksal hinter sich, es ist am Rande zu lesen und spielt keine so große Rolle, erklärt aber die Persönlichkeit.
Michael Sander steht auf der "anderen Seite", er ist Auftragsermittler und macht sich dabei ganz schön die Hände schmutzig.
Auch Sander hat ein schweres Schicksal, Scheidung, Trennung von den Kindern und regelmäßige Selbstmordversuche seiner Schwester bringen ihn oft an seine Grenzen.
Sander wird im Verlauf des Buches berührbarer und bringt sich dadurch in große Gefahr.
Auch Jensen schwebt in Gefahr, denn obwohl sie den Auftrag von ganz Oben hat, die Dinge ruhen zu lassen, ermittelt sie weiter.
Diese Paarung und die drohende Gefahr bringt ganz schön Tempo in das Buch und lassen einen die fast 500 Seiten ratzfatz weglesen.
Insgesamt ist es ein guter  skandinavischer Krimi mit tollen Ermittlern, die mir Lust auf die ersten beiden Bände gemacht haben.

Vielen Dank an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar


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