Dienstag, 21. November 2017

Rezension " LYKKE " von Meik Wiking



  • Lübbe Verlag
  • Hardcover
  • 287 Seiten
  • 2017
  • ISBN: 9783431039955
  • 20 Euro



Klappentext:
In jedem Land der Welt, unabhängig von Wohnort, Religion oder Vermögen gibt es Menschen, die sich als glücklich - dänisch lykkelig - empfinden, insgesamt drei Prozent der Weltbevölkerung. Was machen sie anders als die anderen? Was zeichnet sie aus? Und was können wir selbst tun, um glücklich zu sein? Meik Wiking stellt die Grundregeln des glücklichen Lebens auf, wissenschaftlich erforscht, weltweit erprobt - und gar nicht so schwer nachzumachen- Mit wissenschaftlichen Studien, Glücks-Tipps und zahlreichen Fotos und Illustrationen
(Quelle: Lübbe Verlag)



Fazit:

Meik Wikking erzählt in "LYKKE" auf eine leichte und manchmal amüsante Art was Menschen glücklich macht und was sie im Gegensatz dazu unglücklich macht.
Als Parameter nimmt er viele, viele wissenschaftliche Studien und immer wieder die Skandinavier, die ja als glücklichste Menschen der Welt gelten.
Warum ist das so? Warum sind manche Menschen glücklich, manche Gesellschaften glücklich und warum wieder andere nicht?
Meik Wiking findet als universellen Nenner die Gemeinschaft, Gemeinsamkeit und soziales Denken und Handeln.
In den skandinavischen Ländern werden zum Beispiel sehr hohe Steuern erhoben, dafür sind aber viele Dinge gebührenfrei und die Infrastruktur auf allen Ebenen ist hervorragend ausgebaut.
Dort ist es also so, dass die Menschen, das was sie geben unmittelbar auf verschiedene Weise zurück bekommen.
Das macht glücklich und auch sorgenfrei.




Dort herrscht auch das Gefühl, dass sich die Menschen diese Errungenschaften selbst erschaffen, eben mit ihren Steuern.
In Deutschland werden auch viele Steuern erhoben, aber die Infrastruktur ist marode und wir bekommen oft das Gefühl vermittelt dankbar sein zu müssen, wenn etwas in der Infrastruktur verbessert wird.
Hier ist kein Gefühl des Glücks und des Erschaffens. Hier bezahlen viele Menschen auch nicht gerne ihre Steuern, weil sie oft den unmittelbaren Mehrwert, den sie dadurch erlangen nicht erkennen können.
So entwickelt sich aber nach und nach eine Gesellschaft, in der Jeder glaubt alleine für sich kämpfen zu müssen und Einzelkämpfer leben schwer in Gemeinschaft.
So hat Meik Wiking auch immer wieder Tabellen und Statistiken eingefügt, die aufzeigen, wie sehr die Bevölkerung eines Landes an den Nachbarn/ Mitmenschen denkt oder wie wenig sie sich um das Wohlergehen der Anderen kümmert.





Aber das Buch zeigt nicht nur, welche Menschen glücklich sind und welche eben nicht, sondern man bekommt auch viele, viele Tipps zum glücklicher werden.
Manchmal sind es nur ganz einfache Tipps, bei dem man denkt, dass man da hätte doch selbst drauf kommen können und manchmal sind es ganz ausgefeilte Strategien, die die Sicht auf das Leben und auf die Mitmenschen schon erheblich verändern können.







Immer wieder kommt Meik Wiking darauf zurück, dass für uns Menschen die Gemeinschaft am wichtigsten ist und wir ohne die Gemeinschaft und Nähe zu anderen Menschen kaum glücklich werden können. Diese Erkenntnis haben die nordischen Länder schon lange und haben so zum Teil auch andere Prioritäten im Bildungssystem. 





Zwischendurch beim Lesen fiel mir immer wieder auf, dass die Dinge, die Wiking als wenig glücksbringend beschreibt, auch genau diese Dinge sind, unter denen unsere Gesellschaft gerade sehr leidet.
Die Spaltung der Gemeinschaft, weil viele nicht teilen wollen oder das Erkranken des Bildungssystems, das nur auf Hochleistung ausgelegt ist oder oder oder ....
Aber nicht nur im Großen kann eine ungute Einstellung unglücklich machen, sondern auch im Kleinen, in meinem eigenen Leben.
Zu wenig Lächeln, zu wenig Hilfsbereitschaft, zu viel Statusdenken, all das kann unheimlich unglücklich machen.
Wie man diesen "Fallen" entgeht? Hier und das weiß Meik Wiking Rat und an anderer Stelle kommt man beim Lesen selbst drauf.
Ich selbst habe mir unheimlich viel Zeit genommen um das Buch zu lesen und zu besprechen.
Ich habe es nun auch zwei mal gelesen und immer wieder  an Mitmenschen und mir selbst geschaut, ob Wiking recht haben könnte. 
So habe ich auch einiges aus dem Buch selbst im Alltag ausprobiert. Einfach mal mehr gelächelt, obwohl die Person, die ich angelächelt habe, vielleicht ansonsten vom eigenen Verhalten her nicht unbedingt angelächelt worden wäre, oder ich habe einfach spontan etwas geteilt, dass ich so wohl nicht abgegeben hätte.
Im Endergebnis wurde ich auch viel öfter angelächelt und habe überraschend als Dank für das Teilen ein riesiges Stück Kuchen geschenkt bekommen.
Angelächelt werden und mit Kalorien verwöhnt werden macht wirklich glücklich :)
Aber so richtig :)

Ich kann also aus eigener Erfahrung sagen, insgesamt hat Meik Wiking schon den Finger genau auf den wunden Punkten und zeigt gute Wege zu mehr Sonnenschein im Leben.
Wer etwas Inspiration für ein glücklicheres Leben sucht findet hier wirklich gute Tipps.
Ich mag das Buch und ich glaube, dass es tatsächlich Menschen Glück bringen kann.


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