Sonntag, 25. März 2018

Rezension " Finde mich - bevor sie es tun " von J. S. Monroe


  • Taschenbuch 
  • Blanvalet Verlag
  • 444 Seiten
  • 2018
  • ISBN: 9783734105029
  • 12,99 Euro

Klappentext:
Ein sensationelles Verwirrspiel - spannend, schnell, überzeugend!

Mitten in der Nacht geht Rosa Sandhoe zum Cromer Pier. Sie blickt ins tosende Wasser - und sie springt. Der Tod einer jungen Studentin, die gerade ihren Vater verloren hat. Tragisch, aber nicht unerwartet.
Seither sind fünf Jahre vergangen, und Rosas Freund Jar glaubt noch immer nicht an ihren Selbstmord. Wie ein Besessener klammert er sich an die Vergangenheit. Und plötzlich bekommt er eine Nachricht von Rosa: Finde mich, Jar. Finde mich, bevor sie es tun ...
Was geschah wirklich in der Nacht am Cromer Pier? Ist Rosa gar nicht tot? Und wenn doch, wer spielt dann dieses grausame Spiel mit Jar?
(Quelle: blanvalet Verlag)

Kurze Zusammenfassung:

Vor fünf Jahren hate Rose Sandhoe sich das Leben genommen.
Für die Mitmenschen scheint dies schlüssig, ja sogar fast erwartet, außer für Jarlath Costello .
Jarlath, kurz Jar,  war Rosas Freund und er kann sich mit ihrem Tod nicht abfinden, eigentlich meint er sogar genau zu wissen, dass Rosa nicht tot ist.
Immer wieder meint er sie zu sehen, doch seinen Kollegen und Freunden kann er nichts mehr davon erzählen. Heftiger Alkoholkonsum und das Festhalten an Rosa lassen Jars Freunde schon an seinen Geisteszustand zweifeln.
Dann bekommt Jar eines Tages eine Nachricht von Rosa.
Jetzt muss Jar wirklich herausfinden, ob Rosa noch lebt und wenn sie lebt, vor wem sie fliehen muss.
Je mehr Jahr in Rosas Vergangenheit sucht, desto mehr Ungereimtheiten fallen ihm auf und auf einmal hat Jar das Gefühl beobachtet zu werden.


Fazit:
Jar kann Rosa nicht loslassen und gerät immer tiefer in einen Strudel unbewältigter Trauer. Seine Einsamkeit ist fast greifbar und seine innere Verwirrung steigert sich von Seite zu Seite. Er tut mir leid ....
Halt, stop - 
Er hat doch recht, Rosa kann nur auf der Flucht sein. Jar ist gar nicht so verwirrt, er wird tatsächlich beobachtet!
Oder nein, doch nicht, er kann einfach nicht akzeptieren, dass Rosa sich selbst getötet hat und steigert sich dadurch fast in eine Psychose.
Hm ... aber jetzt sieht es wirklich so aus, als ob Rosa noch lebt ....

Ja, hier ist ein kleiner Auszug meiner Gedanken beim Lesen :)
J.S. Moore hat die Gedankenwelt von Jar und die Realitäten so geschickt verwoben, dass auch der Leser lange nicht weiß was Wahn oder was Wirklichkeit ist.
Das fesselt natürlich ungemein, denn ich wollte unbedingt wissen was nun dahinter steckt.
Nachdem Anfangs Jars Gedanken eine große Rolle spielen, kommt dann Rosas Tagebuch hinzu. Das Tagebuch ergänzt Jars Wahrnehmungen und bringt auch ganz neue Informationen hinzu.
Dann, als ich mich schon fast damit abgefunden hatte, dieses Problem nur durch das Tagebuch und Jars Augen lösen zu müssen gewinnt das Buch auf einmal rasant an Tempo und man wird mit Entwicklungen konfrontiert, mit denen man wirklich nicht gerechnet hat.
Dieses Buch bietet einem wirklich Wechselbäder der Gefühle und ich war mir nie sicher, ob ich nach drei weiteren Seiten noch die gleiche Meinung über Rosas Verschwinden habe, wie zuvor.
Ich fand den Thriller sehr geschickt aufgebaut und das Katz- und Mausspiel, dass mit mir als Leser, gespielt wurde, hat mir richtig Spaß gemacht.

Vielen Dank an den blanvalet Verlag für dieses Rezensionsexemplar

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